Landesparteitag: Warum diese FDP-Spitzenfrau auf offener Bühne weinen musste

Datum05.01.2026 14:28

Quellewww.zeit.de

TLDRBeim FDP-Landesparteitag gedenkt Generalsekretärin Judith Skudelny der verstorbenen Mitglieder, darunter ihrem eigenen Vater Gisbert Skudelny, der über 60 Jahre in der Partei war. Als sie seinen Namen verliest, bricht sie in Tränen aus. Diese emotionale Totenehrung verdeutlicht die menschliche Seite der Politik. Skudelny betont, dass die Parteiarbeit mehr bedeutet, als nur als „Parteisoldat“ zu agieren. Ihr Vater vermittelte ihr die Werte, die sie bis heute prägen und sie zur FDP führten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landesparteitag“. Lesen Sie jetzt „Warum diese FDP-Spitzenfrau auf offener Bühne weinen musste“. Es ist ein fester Moment bei jedem Parteitag der FDP zum Jahresauftakt: Die Generalsekretärin Judith Skudelny gedenkt der verstorbenen Mitglieder des Landesverbands. Hunderte Delegierte erheben sich dann im Saal, senken schweigend die Köpfe, während Name für Name verlesen wird. Doch so schwer wie in diesem Jahr dürfte Skudelny dieser Moment noch nie gefallen sein. Denn auf der Liste steht dieses Jahr auch der Name Gisbert Skudelny – ihr eigener Vater. Der Liberale, der der Partei mehr als sechs Jahrzehnte angehörte, ist vor rund einem Jahr gestorben. Als die 50-Jährige seinen Namen ausspricht, versagt ihr die Stimme. Skudelny bricht in Tränen aus, hält inne, der Saal bleibt still. Erst nach einem Moment kann sie fortfahren. Am Ende der Totenehrung sagt sie, das erinnere daran, dass man mehr sei als Parteisoldat: "Wir sind alle Menschen." Skudelny ist Rechtsanwältin und saß viele Jahre für die FDP im Bundestag. Ihr Vater engagierte sich im Kreisverband Esslingen, wie sie später auf Nachfrage der dpa erzählt. Er habe ihr die politischen Werte vermittelt, die sie bis heute trage – und sei letztlich der Grund gewesen, warum sie selbst in die Partei eingetreten sei. © dpa-infocom, dpa:260105-930-500788/1