Datum05.01.2026 14:29
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs SPD-Fraktionschef Björn Lüttmann hat seine Bereitschaft signalisiert, Finanzminister Robert Crumbach nach dessen Austritt aus der BSW-Fraktion in die SPD-Fraktion aufzunehmen. Crumbach kritisierte die BSW für ihre Unfähigkeit, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Die Koalition zwischen SPD und BSW, die seit über einem Jahr besteht, gerät durch den Austritt von Abgeordneten in eine Krise. Lüttmann betont die Offenheit der SPD für Zusammenarbeit mit Abgeordneten, die wechseln möchten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Koalitionsstreit“. Lesen Sie jetzt „SPD-Fraktionschef zu Crumbach: Fraktionstüren sind offen“. Brandenburgs SPD-Landtagsfraktionschef Björn Lüttmann hat signalisiert, Finanzminister Robert Crumbach nach dem Austritt aus der BSW-Fraktion in seine Fraktion aufnehmen zu wollen. "Wir haben ja schon gesagt, dass wir natürlich mit den Leuten, die mit uns zusammenarbeiten wollen (…) offen sind, mit ihnen auch weiter zusammenzuarbeiten", sagte Björn Lüttmann im Landtagsgebäude in Potsdam. "Auch wenn sie wechseln wollen in eine andere Fraktion oder in eine andere Partei." Crumbach hatte seinen Parteiaustritt aus dem BSW und sein Ausscheiden aus der Landtagsfraktion erklärt. Als Grund nannte er unter anderem, dass das BSW nicht in der Lage sei, "gestaltende Regierungsverantwortung zu übernehmen". Er wolle sich der SPD-Fraktion als Parteiloser anschließen. Seit mehr als einem Jahr regieren SPD und BSW zusammen - es ist die einzige Koalition dieser Art in Deutschland. Im November traten vier Abgeordnete aus dem BSW aus, das löste eine Krise in Fraktion und Koalition aus. Zwei Abgeordnete bleiben beim Austritt. Die Mehrheit der Fraktion will nicht mehr mit ihnen kooperieren. Crumbach wurde intern ebenfalls kritisiert. © dpa-infocom, dpa:260105-930-500818/1