Prozess der Selbstfindung: Michael B. Jordan spricht über mentale Probleme nach Dreh von »Black Panther«

Datum05.01.2026 14:08

Quellewww.spiegel.de

TLDRMichael B. Jordan spricht über die mentalen Herausforderungen, die er nach der Rolle des Antagonisten N'Jadaka in "Black Panther" erlebte. Er suchte Therapie, um sich von der Figur zu lösen und das Erlebte zu verarbeiten. Jordan erklärte, dass der Prozess der Selbstfindung wichtig sei, insbesondere für Männer, um über Belastungen zu sprechen. Die Therapie half ihm, ein ausgeglichenerer Mensch und besserer Kommunikator zu werden. Aktuell ist er für einen Golden Globe für "Blood & Sinners" nominiert.

InhaltSeine Rolle in "Black Panther" hatte für den Schauspieler Michael B. Jordan offenbar intensive Nachwirkungen. In einem Interview sagte er nun, wie schwer es für ihn gewesen sei, wieder zu sich zu finden Die intensive Arbeit an seiner Rolle im Marvel-Film "Black Panther" wirkte für Schauspieler Michael B. Jordan offenbar lange nach. Nach eigenen Worten begann der 38-Jährige deshalb nach dem Film eine Therapie, um sich von der Figur zu lösen und das Erlebte zu verarbeiten. "Nach dem Film blieb das eine Weile bei mir. Ich ging in Therapie, redete darüber und fand einen Weg, mich zu erholen", sagte Jordan bei "CBS Sunday Morning". In "Black Panther" spielte der 38-Jährige den Antagonisten N'Jadaka beziehungsweise Erik "Killmonger" Stevens. Diese Figur habe kaum Liebe erfahren und sei von Verrat und kaputten Systemen geprägt gewesen, sagte der Schauspieler. "Das hat ihn geformt – seine Wut und seine Frustration." Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Für die Vorbereitung auf die Rolle habe er sich stark zurückgezogen. "Eine Zeit lang habe ich kaum mit meiner Familie gesprochen. Ich war ziemlich isoliert, bin in mein Loch gekrochen und habe versucht, so zu leben, wie er gelebt hätte", sagte Jordan. Erst im Nachhinein habe er erkannt, dass er lernen müsse, sich bewusst von einer Rolle zu distanzieren. Die Therapie habe sich für ihn zu einem Prozess der Selbstfindung entwickelt. "Das wurde ein größeres Gespräch darüber, was notwendig ist für Menschen", sagte der Schauspieler. Besonders Männer müssten lernen, über Belastendes zu sprechen. "Ich schäme mich dafür überhaupt nicht – im Gegenteil, ich bin sehr stolz darauf." Die Gespräche hätten ihm über die Jahre hinweg geholfen, ein ausgeglichener Mensch und ein besserer Kommunikator zu werden – "innerlich wie äußerlich". Michael B. Jordan ist bei den Golden Globes als bester Hauptdarsteller (Drama) für seine Doppelrolle im Horrorfilm "Blood & Sinners" nominiert. Die Preisverleihung findet am 11. Januar statt. Der Superheldenfilm "Black Panther" feiert afrofuturistische Visionen mit einem fast komplett schwarzen Cast. Das ist Mainstream-Kino mit ganz neuem Groove. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Rezension zum Film.