Datum05.01.2026 13:08
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hamburg ist ein Rückgang der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. Von Januar bis November wurden rund 7.900 Gewalttaten erfasst, etwa sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die Polizeistatistik zählte 55 vorsätzliche Tötungsdelikte und etwa 5.500 schwerer Körperverletzung. Ein Sprecher der Innenbehörde warnte jedoch vor einer kurzfristigen Interpretation der Daten. Gleichzeitig wurde ein Rückgang bei Raubtaten um über zehn Prozent und bei Gewalttaten, bei denen Messer oder Schusswaffen genutzt wurden, festgestellt. Die vollständige Kriminalstatistik für 2025 wird im Februar veröffentlicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalitätsstatistik“. Lesen Sie jetzt „Weniger Gewaltkriminalität in Hamburg“. Bei der Gewaltkriminalität in Hamburg zeichnet sich ein Rückgang ab. Laut einer vorläufigen Auswertung der polizeilichen Kriminalstatistik wurden von Januar bis November vergangenen Jahres knapp 7.900 Gewalttaten registriert - etwa sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 55 vorsätzliche Tötungsdelikte und rund 5.500 Fälle schwerer oder gefährlicher Körperverletzung gezählt. Ein Sprecher der Innenbehörde verwies mit Blick auf die Daten jedoch auf die eingeschränkte Aussagekraft unterjähriger Zahlen hin. "Aus diesen Gründen lassen sich aus den Zahlen noch keine gesicherten Erkenntnisse für das Gesamtjahr 2025 ableiten", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig bestätigte er jedoch die Tendenz. Zuvor hatte der NDR berichtet. Die Aussagekraft der polizeilichen Kriminalitätsstatistik sei auf Jahresauswertungen ausgelegt, da die statistische Erfassung eines Falles erst mit Abschluss aller polizeilichen Ermittlungen erfolge, sagte der Sprecher. Die komplette Kriminalstatistik für 2025 - dann auch mit Verbrechensbereichen wie Diebstahl, Einbruch und Sexualdelikte - will die Polizei im Februar veröffentlichen. Den vorläufigen Zahlen zufolge registrierte die Polizei bei den Raubtaten einen Rückgang von mehr als zehn Prozent auf etwa 2.000 Fälle. Dem NDR-Bericht zufolge wurden in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres deutlich seltener Messer oder Schusswaffen eingesetzt. Bei insgesamt 530 Taten betrage der Rückgang rund ein Drittel. Unklar sei, ob dabei die Waffenverbote in Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen eine Rolle spielen. Allerdings seien insgesamt rund 30.000 Menschen bei Waffenkontrollen überprüft worden. © dpa-infocom, dpa:260105-930-500267/1