Datum05.01.2026 13:13
Quellewww.spiegel.de
TLDRJournalistin Franca Lehfeldt kritisiert auf Instagram die Berliner Landesregierung wegen eines Stromausfalls, der über 35.000 Haushalte, darunter ihren eigenen, betrifft. Sie hinterfragt, wie kritische Infrastruktur so leicht sabotiert werden kann und bemängelt den Missbrauch öffentlicher Gelder, die für weniger wichtige Projekte wie das Pflanzen von Bäumen verwendet werden, statt in die Sicherheit der Stromversorgung zu fließen. Lehfeldt sieht in der Situation ein Versagen des Staates und fordert eine Priorisierung der grundlegenden Infrastruktur über klimafreundliche Projekte.
InhaltDer Stromausfall in Teilen der Hauptstadt betrifft auch den Wohnort von Journalistin Franca Lehfeldt. Auf Instagram kritisiert Christian Lindners Ehefrau, worin die Infrastruktur-Milliarden in Berlin investiert werden sollen. Zehntausende Berlinerinnen und Berliner müssen derzeit ohne Strom und Heizung auskommen, und das vermutlich auch noch mehrere Tage. Journalistin Franca Lehfeldt, 36, hat sich nun als Betroffene zu Wort gemeldet. Die Ehefrau von Ex-FDP-Chef Christian Lindner schreibt: "Seit über 24 Stunden sind über 35.000 Haushalte im Berliner Südwesten ohne Strom und Wärme, wir sind einer davon", heißt es in einem Instagrampost . Anschließend wechselt sie auf die politische Ebene: "Wie kann es in der Hauptstadt der Bundesrepublik sein, dass kritische Infrastruktur so leicht zugänglich ist, dass sie für Tage sabotiert werden kann?", fragt Lehfeldt. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Wer für die Situation ihrer Ansicht nach mitverantwortlich ist, daran lässt Lehfeldt keinen Zweifel: Das Engagement von Einsatzkräften und die Solidarität unter Nachbarn sei nur "ein kleiner Trost angesichts des Versagens der Berliner Landesregierung". Öffentliches Geld werde "für alles Mögliche" eingesetzt. "Bei wesentlichen Fragen wie Sicherheit oder Bildung überzeugt der Staat den Steuerzahler nicht mehr." (Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter "Die Lage am Abend" – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.) Lehfeldt kritisiert in der Folge weiter: "Mit den Infrastruktur-Milliarden des Bundes will das Land Berlin u.a. allen Ernstes eine Million Bäume pflanzen, die Kosten werden auf 3,2 Milliarden Euro beziffert." Sie meint damit den Plan der Stadt, die Zahl der Bäume in Berlin bis zum Jahr 2040 aus Klimaschutzgründen zu verdoppeln. Man solle das Projekt erst angehen, "wenn die Stromversorgung in Berlin gegen Extremisten gesichert ist", schließt sie. Wie Betroffene in Berlin den Blackout erleben, lesen Sie hier.