Drogenkonsum: Experten warnen vor mit Drogen versetzten Vapes

Datum05.01.2026 12:49

Quellewww.zeit.de

TLDRExperten warnen vor mit Drogen versetzten Vapes, die vielen Eltern und Jugendlichen unbekannt sind. Synthetische Liquids können gefährliche Substanzen wie LSD oder Heroin enthalten, maskiert durch fruchtige Geschmäcker. Der Landkreis Verden und die Polizei möchten durch ein Rundschreiben an Schulen Eltern sensibilisieren, da gesundheitliche Probleme oft fälschlicherweise dem Nikotinkonsum zugeschrieben werden. Die meist verwendete Droge ist "Görke", die zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen kann. Bei Verdacht auf Konsum sollte ärztliche Hilfe gesucht werden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Drogenkonsum“. Lesen Sie jetzt „Experten warnen vor mit Drogen versetzten Vapes“. Vielen Eltern und Jugendlichen ist die Gefahr durch mit Drogen versetzte Vapes und E-Zigaretten nicht bekannt. Darauf weisen der Landkreis Verden, die Polizeiinspektion Verden/Osterholz und die Fachstelle Sucht hin. Inzwischen könne fast jede Droge, darunter auch LSD oder Heroin, synthetisch als rauchfähiges Liquid hergestellt werden. Da sich die gefährlichen Inhaltsstoffe hinter fruchtigen Geschmäckern versteckten, merkten die Jugendlichen oft nicht, was sie konsumierten, wenn ihnen eine Vape angeboten werde, sagte ein Sprecher des Landkreises. Mit einem über die Schulen weitergeleiteten Rundschreiben sollen Eltern über die Gefahren aufgeklärt werden. Vapes seien für viele Jugendliche inzwischen allgegenwärtig, sagte der Sprecher. Immer wieder komme es vor, dass sie nach dem Gebrauch gesundheitliche Probleme bekämen. "Das wird fälschlicherweise meist dem Nikotinkonsum zugeschrieben. Dass es sich bei diesen Vorfällen auch um illegale Drogen handeln könnte, ziehen die meisten Menschen gar nicht in Betracht", so Jessica Hambrock vom Fachdienst Jugend und Familie. Wichtig sei, neben den Jugendlichen auch die Eltern zu sensibilisieren.  Meist sei die Droge "Görke", auch "Baller-Liquid" genannt, im Spiel. Die Wirkung sei nicht vorhersehbar, so Karin Dittmers von der Fachstelle Sucht und Suchtprävention. Es könne zu Panikattacken, Bewusstlosigkeit, Herzrasen, Übelkeit und akuten Psychosen kommen. Die Experten raten, bei Verdacht auf Konsum der Droge mit erkennbaren Folgeerscheinungen ärztliche Hilfe zu holen. © dpa-infocom, dpa:260105-930-500071/1