Prozessbeginn: Junge Nachbarin erstochen - 31-Jähriger vor Gericht

Datum05.01.2026 12:00

Quellewww.zeit.de

TLDREin 31-jähriger Nachbar steht wegen Mordes vor Gericht, nachdem er eine 26-jährige Frau in Hemmingen erstochen hat. Der Angeklagte gestand, die Kontrolle über sich verloren zu haben, und begründete seine Tat mit persönlichem Leid durch Lärm und Rauch von ihrem Vermieter. Er soll die Frau mit einem Jagdmesser überrascht und tödliche Verletzungen zugefügt haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem heimtückischen Übergriff aus niedrigen Beweggründen. Nachbarn hatten die Polizei wegen Schreien alarmiert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozessbeginn“. Lesen Sie jetzt „Junge Nachbarin erstochen - 31-Jähriger vor Gericht“. Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in der Region Hannover steht ein 31 Jahre alter Nachbar wegen Mordes vor Gericht. "Ich habe die Kontrolle über mich selbst verloren", sagte der Angeklagte laut einer selbst verlesenen Erklärung am Landgericht Hannover. Er soll sich im vergangenen Juli Zutritt zur Wohnung der 26-Jährigen in Hemmingen verschafft und gezielt zugestochen haben. Seit seinem Einzug habe er unter Lärm und Zigarettenrauch des Vermieters der Frau - sie war Untermieterin - gelitten, heißt es in der Erklärung des Angeklagten. Er habe Depressionen gehabt, kaum geschlafen und seine Arbeit verloren. Laut Anklage soll der 31-jährige Deutsche die junge Frau, die aus Algerien stammte, aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch getötet haben. Die 26-Jährige habe mit dem Angriff nicht gerechnet, sagte die Staatsanwältin. Ohne erkennbaren Grund soll er mit einem Jagdmesser zugestochen und ihr Herz verletzt haben. Sie starb noch am Tatort an inneren Blutungen.  Nachbarn im Hemminger Ortsteil Arnum hatten damals den Notruf gewählt und von Schreien und einer schwer verletzten Frau im Treppenhaus berichtet. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest, der die Tat nach früheren Angaben der Ermittler noch am selben Tag zugab. © dpa-infocom, dpa:260105-930-499818/1