Gelsenkirchen: Ermittler finden Autokennzeichen nach Einbruch in Sparkassentresor

Datum05.01.2026 11:54

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem Einbruch in einen Sparkassentresor in Gelsenkirchen fanden Ermittler Autokennzeichen in einem Müllbehälter am Dortmunder Hauptbahnhof. Diese könnten zu den Fluchtfahrzeugen der Täter gehören, die ein schwarzer Audi RS 6 und ein Mercedes-Kleintransporter waren. Die Einbrecher hatten nahezu 3.250 Kundenschließfächer geleert, der Schaden könnte über 100 Millionen Euro betragen. Die Sicherheitsmaßnahmen der Sparkasse stehen nach der Tat in der Kritik, während die Täter weiterhin flüchtig sind.

InhaltDie Kfz-Kennzeichen wurden von einem Zeugen in einem Müllbehälter am Dortmunder Hauptbahnhof gefunden. Möglicherweise gehören sie zu den Fluchtfahrzeugen der Täter. Nach dem Einbruch in einen Gelsenkirchener Sparkassen-Tresor haben Ermittler Autokennzeichen sichergestellt, die womöglich zu einem der Fluchtfahrzeuge gehören. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurden die Kennzeichen in Dortmund gefunden. Wie die Bild-Zeitung berichtet, habe ein Zeuge die Beamten am Sonntagnachmittag alarmiert. Die Kennzeichen seien in einem Abfallbehälter am Taxistand des Dortmunder Hauptbahnhofs entsorgt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten zuvor Fotos der beiden mutmaßlichen Fluchtfahrzeuge veröffentlicht, auf denen die Kennzeichen zu sehen waren. Dabei handelte es sich um einen schwarzen Audi RS 6 sowie einen Mercedes-Kleintransporter vom Typ Citan. Der Audi fuhr demnach mit einem Kennzeichen aus Hannover, der Mercedes mit Beckumer einem Kennzeichen. Die Ermittler vermuten, dass die Kennzeichen gefälscht wurden, und prüfen derzeit, ob diese tatsächlich von den Fluchtfahrzeugen der Täter stammen. Die Einbrecher selbst sind nach wie vor auf der Flucht. Am vergangenen Wochenende waren Einbrecher über ein Loch in einen Tresor einer Sparkassenfiliale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer eingestiegen. Dort hatten die Täter fast alle 3.250 Kundenschließfächer geleert. Die Tat könnte sich über mehrere Tage hingezogen haben. Der Schaden liegt möglicherweise bei mehr als 100 Millionen Euro. Einsatzkräfte hatten den Einbruch am 29. Dezember nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt.  In der Folge hatten sich viele Schließfachbesitzer und Mitbürger entsetzt darüber gezeigt, dass ein solcher Einbruch in dieser Form möglich war, und die Sicherheitsmaßnahmen der Sparkasse in Zweifel gezogen.