Crans-Montana: Nach Inferno: Bekannte Schweizer Ski-Orte prüfen Brandschutz

Datum05.01.2026 10:57

Quellewww.zeit.de

TLDRNach der verheerenden Feuerkatastrophe in Crans-Montana, bei der 40 Menschen starben, überprüfen die Skiorte Adelboden und Lauterbrunnen ihre Brandschutzmaßnahmen. Lokalpolitiker fordern von Gastronomiebetrieben eine Pflicht zur Sicherheit, insbesondere vor den bevorstehenden Ski-Weltcuprennen. Die Ursache des Infernos war eine funkenversprühende Partyfontäne. Der Schweizer Präsident betont, dass viele Betreiber auf Pyrotechnik in Innenräumen verzichten wollen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Gastronomie-Betriebe werden aufgefordert, Fluchtwege und brennbare Materialien zu kontrollieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Crans-Montana“. Lesen Sie jetzt „Nach Inferno: Bekannte Schweizer Ski-Orte prüfen Brandschutz“. Nach der Feuerkatastrophe von Crans-Montana in der Schweiz legen zwei andere bekannte Wintersportorte des Alpenlandes einen verstärkten Fokus auf Brandschutz. Im Schweizer Radio SRF kündigten Lokalpolitiker in Adelboden und Lauterbrunnen vor den Ski-Weltcuprennen der nächsten Wochenenden an, Gastronomie-Betriebe in die Pflicht zu nehmen, um für die Sicherheit der Fans zu sorgen. In der Silvesternacht waren in einer Bar in Crans-Montana 40 Menschen bei einem Brand in einer Bar ums Leben gekommen. Bei den Toten handelte es sich überwiegend um Jugendliche und junge Erwachsene. Weitere 119 Personen wurden großteils schwer verletzt. Das Inferno wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst, die Schaumstoff an der Decke in Brand setzte. Der Schweizer Präsident Guy Parmelin verwies im TV-Sender SRF auf Berichte, wonach bereits viele Lokalbetreiber in der Schweiz beschlossen hätten, künftig auf Pyrotechnik in Innenräumen zu verzichten. Die Regierung müsse kein offizielles Verbot beschließen, "aber ich glaube, dass die notwendigen Lehren zum gegebenen Zeitpunkt daraus gezogen werden", sagte der Politiker der rechtskonservativen SVP. In Adelboden sollen die Lokale vor den Riesenslalom- und Slalomrennen am 10. und 11. Januar überprüft werden, sagte Gemeinderatspräsident Willy Schranz im Radio. Es gehe darum zu schauen, "ob wir hier alles in Ordnung haben, damit nicht so etwas eintreffen kann", sagte er. Vom 16. bis 18. Januar finden Weltcuprennen in Wengen statt. Der Ort ist Teil der Gemeinde Lauterbrunnen. Gastronomen sollen selbst prüfen, ob Fluchtwege frei seien und ob unerlaubte brennbare Materialien in ihren Lokalen eingebaut seien, sagte Gemeinderatspräsident Karl Näpflin. Er warnte davor, in Lokalen mit Feuer und Kerzen zu hantieren. "Das wäre das Schlimmste", sagte er. © dpa-infocom, dpa:260105-930-499493/1