Datum05.01.2026 06:43
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) fordert Bundeshilfe zur Unterstützung bei den Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz. Sie betont die Gefährlichkeit der ideologischen Motive der mutmaßlichen Täter, der "Vulkangruppe". Der jüngste Stromausfall hat Zehntausende Haushalte betroffen, mit Fortschritten bei der Wiederherstellung der Stromversorgung. Giffey hebt die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Resilienz der Infrastruktur hervor und kündigt zusätzliche Notstromaggregate an, um besonders betroffen Einrichtungen schnell zu versorgen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stromausfall“. Lesen Sie jetzt „Senatorin fordert Bundeshilfe bei Stromausfall-Ermittlungen“. Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat bei den Ermittlungen zum jüngsten mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz Unterstützung vom Bund gefordert. "Ich glaube, dass es jetzt vor allen Dingen um Bundeshilfe bei den Ermittlungen gehen muss", sagte sie im RBB-Inforadio. "Die Frage ist: Sind das einfach nur linke Gruppen von Aktivisten, die ideologisch unterwegs sind oder steckt da mehr dahinter?" Die Ansichten, die im als authentisch eingestuften Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter "Vulkangruppe" veröffentlicht wurden, seien "hochgradig gefährlich", betonte die Senatorin. Es gehe jetzt um Staats- und Verfassungsschutz. "Es geht nicht nur um einen Angriff auf unsere Infrastruktur, sondern auch darum, dass unsere ganze freie Gesellschaft hier angegriffen wurde." Gleichzeitig zog sie ein positives Fazit der Reaktion nach dem jüngsten großflächigen Stromausfall. Seit Samstagmorgen sind Zehntausende Haushalte im Berliner Südwesten infolge des mutmaßlichen Anschlags ohne Strom. Bereits im September war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, der weite Teile des Berliner Stromnetzes lahmlegte. "Es gab festgelegte Abläufe", sagte Giffey nun mit Blick auf die Maßnahmen. "Wir können sagen, dass das, was wir dort in diesem Programm für die Resilienz der Stromversorgung entschieden und geplant haben, auch jetzt umgesetzt wird und auch funktioniert." Von den ursprünglich 40.000 betroffenen Haushalten seien inzwischen etwa 14.500 wieder am Netz. 9.000 von etwa 12.000 Fernwärmekunden könnten wieder versorgt werden. Auch die Wasser- und Abwasserversorgung sei über Notstromaggregate gesichert. "Heute wird es darum gehen, dass wir weiter an den Baustellen arbeiten. Da sind wir im Zeitplan", betonte Giffey. Zusätzliche Notstromaggregate sollen dafür sorgen, dass insbesondere Senioreneinrichtungen und Supermärkte wieder ans Netz kommen - "und zwar deutlich vor Donnerstag". © dpa-infocom, dpa:260105-930-498776/1