Venezuela: Grüne werfen Merz "fatale Strategie" nach US-Angriff auf Venezuela vor

Datum04.01.2026 16:33

Quellewww.zeit.de

TLDRGrünen-Fraktionschefin Katharina Dröge kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz für seine zurückhaltende Reaktion auf den US-Angriff auf Venezuela, den sie als völkerrechtswidrig bezeichnete. Sie forderte Merz auf, dies klar auszusprechen und warnte vor den Konsequenzen seines Zögerns. Merz stellte die rechtliche Bewertung des Angriffs als komplex dar und betonte die Notwendigkeit eines geordneten Übergangs in Venezuela. Auch SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller forderte die Bundesregierung auf, Druck auf US-Präsident Trump auszuüben, um freie Wahlen zu ermöglichen.

InhaltDie USA hätten in Venezuela das Völkerrecht gebrochen, sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie rief Bundeskanzler Friedrich Merz auf, dies zu klar zu benennen. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Reaktion auf den US-Angriff in Venezuela kritisiert. "Der Einsatz der USA ist völkerrechtswidrig. Was hindert den Bundeskanzler daran, dies klar zu benennen?", sagte Dröge. Dass Merz sich nach langem Zögern letztendlich nur zu wenigen, relativierenden Sätzen habe durchringen können, sei ein großes Problem. "Abtauchen ist in dieser Situation eine fatale Strategie, Herr Merz", so Dröge.  Merz hatte am Samstagabend deutlich gemacht, dass er den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten will. "Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit", teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. "Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten." SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller forderte die Bundesregierung auf, US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela in die Pflicht zu nehmen. Trump stehe in der Verantwortung, einen friedlichen Übergang zu ermöglichen sowie die Voraussetzungen für freie und faire Wahlen zu schaffen, sagte Möller den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Bundesregierung wiederum müsse ihren politischen und diplomatischen Einfluss nutzen, um auf einen geordneten, friedlichen Übergang in Venezuela hinzuwirken. Alle weiteren Entwicklungen verfolgen Sie in unserem Liveblog.