Datum04.01.2026 15:25
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Brandenburg wurde der Schuppen des Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner mutmaßlich durch einen Brandanschlag beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt, nachdem ein verfassungsfeindliches Symbol, ein rotes Dreieck, das mit der Hamas in Verbindung gebracht wird, in der Nähe entdeckt wurde. Büttner äußerte, dass seine Familie im Haus war, jedoch unverletzt blieb. Ministerpräsident Woidke verurteilte den Anschlag scharf und betonte, dass Extremismus in Brandenburg keinen Platz haben dürfe.
InhaltAuf einem Grundstück, das dem Brandenburger Antisemtismusbeauftragten Andreas Büttner gehört, ist ein Feuer gelegt worden. Der Staatsschutz ermittelt. Auf dem Wohngrundstück der Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner haben Unbekannte einen Schuppen in Brand gesetzt. Wie Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister René Wilke (beide SPD) am Sonntag mitteilten, übernahm der Staatsschutz des brandenburgischen Landeskriminalamts die Ermittlungen zum Hintergrund und zur Motivlage der Tat. Die Polizei berichtete, am Sonntag gegen 3.40 Uhr habe sie vom Brand eines Schuppens auf einem Privatgrundstück in einem Templiner Ortsteil erfahren. Die alarmierte Feuerwehr habe den Brand bekämpft. Niemand sei verletzt worden. In unmittelbarer Nähe des angrenzenden Schuppens sei ein verfassungsfeindliches Symbol aufgebracht worden. Der Hintergrund des Anschlags und die Motivlage seien Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas aufgebracht worden sein. Das rote Dreieck wurde vielfach bei propalästinensischen Aktionen gezeigt und ist als Kennzeichen der islamistischen Terrororganisation Hamas verboten. Das Symbol wird von der Hamas und ihren Unterstützern benutzt, um Ziele zu markieren. Der Antisemitismusbeauftragte Büttner sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Meine Familie befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus. Wir sind körperlich unverletzt, stehen aber unter dem Eindruck eines schweren Angriffs." Büttner erklärte: "Ich werde mich davon nicht einschüchtern lassen." Ministerpräsident Woidke verurteilte den Vorfall in Templin im Landkreis Uckermark "auf das Schärfste". "Extremismus in jedweder Form darf in Brandenburg keinen Platz haben", erklärte er. "Gewalt gegen Personen oder Dinge ist und bleibt absolut inakzeptabel." Brandenburgs Innenminister Wilke erklärte, Büttner leiste als Antisemitismusbeauftragter "einen besonderen Dienst am Land und seinen Menschen". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.