Datum04.01.2026 01:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie britische und französische Luftwaffe haben in Syrien eine IS-Anlage angegriffen, um ein Wiederaufleben der Terrormiliz zu verhindern. Der Angriff zielte auf eine unterirdische Einrichtung nördlich von Palmyra, wo Waffen und Sprengstoff vermutet werden. Verteidigungsminister John Healey betonte die Entschlossenheit der Verbündeten, den IS im Nahen Osten zurückzudrängen. Dieser Schritt folgt auf einen jüngsten US-Angriff auf über 70 IS-Ziele in Syrien und bestätigt die anhaltende Bedrohung durch IS-Zellen trotz deren militärischer Niederlage.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Terrormiliz im Visier“. Lesen Sie jetzt „Britische und französische Luftwaffe greifen IS in Syrien an“. Das britische Militär hat unterstützt von der französischen Luftwaffe eine Anlage der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Die britische Regierung teilte in der Nacht zu Sonntag mit, auf eine unterirdische Anlage der Terroristen nördlich der antiken Stätte von Palmyra sei ein gemeinsamer Angriff ausgeführt worden. Es seien Lenkbomben eingesetzt worden, um Zugangstunnel zu der Anlage, in der der IS "höchstwahrscheinlich" Waffen und Sprengstoff lagere, zu zerstören. Erste Auswertungen deuteten auf einen Erfolg der Operation hin. Die britische Regierung teilte weiter mit, die Operation sei durchgeführt worden, um ein Wiederaufleben der Terrormiliz zu verhindern. In der Umgebung der Anlage gibt es keine zivilen Wohngebiete. Der britische Verteidigungsminister John Healey sagte, die Aktion zeige die Entschlossenheit der Verbündeten, jegliches Wiederaufleben des IS im Nahen Osten zu unterbinden. Erst vor rund zwei Wochen hatte das US-Militär mehr als 70 Ziele der Terrormiliz in Syrien attackiert. Wenige Tage zuvor waren bei einem mutmaßlichen IS-Angriff in Syrien drei Amerikaner getötet worden. Es waren die heftigsten Angriffe der USA in Syrien seit dem Sturz von Langzeit-Machthaber Baschar al-Assad Ende vergangenen Jahres. Die USA führen in Syrien eine internationale Koalition zum Kampf gegen den IS an. Der IS gilt zwar als militärisch besiegt. IS-Zellen sind aber weiter aktiv und verüben auch weiter Anschläge. US-Präsident Donald Trump hatte deutlich gemacht, gegen die syrische Übergangsregierung unter Interimspräsident Ahmed al-Scharaa richteten sich die jüngsten Schläge nicht. Er prognostizierte dem Land eine "glänzende Zukunft", wenn der IS ausgerottet werde. © dpa-infocom, dpa:260104-930-495016/1