Datum03.01.2026 17:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie USA haben Venezuela angegriffen, während das venezolanische Militär, bestehend aus etwa 343.000 Soldaten und vielen paramilitärischen Kräften, unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidet. Der Vergleich zeigt, dass die US-Armee in Bezug auf Verteidigungsausgaben überlegen ist. Unzufriedenheit herrscht unter den einfachen Soldaten, während Offiziere vom Maduro-Regime profitieren. Es bleibt unklar, wie das Militär auf den Angriff reagieren wird, besonders angesichts der massiven US-Streitkräfte in der Karibik, einschließlich des Flugzeugträgers USS "Gerald R. Ford".
InhaltDie USA haben in der Nacht Venezuela angegriffen. Wie stark ist die Armee des lateinamerikanischen Landes und könnte es sich wehren? Ein Vergleich in Grafiken. Eine direkte Gegenüberstellung des US-amerikanischen und venezolanischen Militärs würde klar zugunsten von Donald Trump ausgehen. Das zeigen allein die Verteidigungsausgaben, die beide Länder jedes Jahr aufbringen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten haben Venezuela zuletzt daran gehindert, neue Verteidigungssysteme zu entwickeln. Doch das Land verfügt über ein für die Region vergleichsweise großes Militär. Die Besonderheit: Von den etwa 343.000 Menschen in militärischen Diensten sind etwa zwei Drittel in paramilitärischen Verbänden organisiert. Wie das venezolanische Militär nach Trumps Coup nun reagieren wird, ist offen. Unter einfachen Soldaten herrscht Unzufriedenheit, viele Offiziere wurden aber vom bisherigen System Maduro begünstigt. Zudem ist fraglich, ob das Militär zeitgemäß und taktisch ausreichend ausgestattet ist und wie es auf den Angriff der USA reagieren kann. Sicher ist, dass die USA eine Großzahl an Streitkräften in der Karibik vor der Küste Venezuelas zusammengezogen haben. Außerdem können die Amerikaner auf verschiedene Stützpunkte in der Region zurückgreifen. Unter den US-Schiffen in der Region ist auch der leistungsstärkste Flugzeugträger der Welt, die USS "Gerald R. Ford" mit seiner Kampfgruppe.