Datum03.01.2026 17:11
Quellewww.spiegel.de
TLDRDimitar Penew, ehemaliger Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft, die 1994 Deutschland im WM-Viertelfinale schockierte, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Unter seiner Führung erreichte Bulgarien das Halbfinale und belegte letztlich den dritten Platz, das beste Ergebnis in der Fußballgeschichte des Landes. Penew war auch ein erfolgreicher Spieler und wurde nach seiner Karriere als einer der besten bulgarischen Trainer des 20. Jahrhunderts anerkannt. Er erlebte eine herausragende Laufbahn bei ZSKA Sofia und in internationalen Ligen.
InhaltDer Sieg im WM-Viertelfinale 1994 gegen Weltmeister Deutschland war der größte Erfolg der bulgarischen Fußballgeschichte. Trainer Dimitar Penew, bereits als Spieler eine Ausnahmefigur, ist nun im Alter von 80 Jahren gestorben. Dimitar Penew, Trainer der bulgarischen Fußballnationalmannschaft bei der WM 1994 in den USA, ist nach langer Krankheit gestorben. Das teilte der Verband seines Heimatlandes mit. Er wurde 80 Jahre alt. Als Weltmeister war das DFB-Team zur WM 1994 in den USA angereist, aber im Viertelfinale kam für die hoch gehandelte Elf von Bundestrainer Berti Vogts das sensationelle Aus: Bulgarien mit Trainer Penew drehte einen 0:1-Rückstand durch Treffer von Hristo Stoichkow und Yordan Letchkow die Partie und erreichte zum bislang einzigen Mal das WM-Halbfinale, wo man gegen Italien nur knapp verlor. Im Spiel um Platz drei unterlag die Auswahl Schweden, feierte mit dem dritten Platz dennoch das beste Ergebnis seiner Geschichte. Penew, eine der berühmtesten Persönlichkeiten des bulgarischen Fußballs, wurde wenige Jahre später zum besten bulgarischen Trainer des 20. Jahrhunderts gekürt. In seiner aktiven Karriere galt er als einer der besten Verteidiger seines Landes und bestritt 364 Ligaspiele für ZSKA Sofia, in denen er 25 Tore erzielte. Er gewann insgesamt 13 nationale Titel und wurde zweimal zum bulgarischen Fußballer des Jahres gewählt. Er bestritt 90 Länderspiele und vertrat Bulgarien bei drei Weltmeisterschaften (1966, 1970 und 1974). Nach seiner aktiven Karriere als Spieler im Jahr 1977 trainierte er ZSKA Sofia sowie die kuwaitische Mannschaft Al-Yarmouk und den saudischen Verein Al-Nassr.