Camille Rast widmet ihren Sieg den Opfern von Crans-Montana

Datum03.01.2026 16:40

Quellewww.spiegel.de

TLDRCamille Rast gewann den Weltcup-Riesenslalom in Kranjska Gora und widmete ihren Sieg den Opfern der Brandkatastrophe in Crans-Montana, wo 40 Menschen starben. Die Schweizerin, die in der Nähe von Crans-Montana aufwuchs, zeigte während ihrer Siegesfeier einen Trauerflor und formte mit den Händen ein Herz. Rast setzte sich vor Julia Scheib und Paula Moltzan durch und erzielte ihren ersten Riesentorlaufsieg. In der Gesamtwertung bleibt Mikaela Shiffrin vorn. Lena Dürr landete auf dem 18. Platz.

InhaltSkifahrerin Camille Rast ist in der Nähe von Crans-Montana aufgewachsen. Im Moment ihres Riesenslalomsieges erinnerte sie an die Dutzenden Menschen, die dort in der Silvesternacht den Tod fanden. Die Schweizerin Camille Rast hat den Weltcup-Riesenslalom von Kranjska Gora gewonnen und ihren Sieg den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihren Angehörigen gewidmet. "In dieser Woche gab es in meinem Heimatort einen tragischen Unfall und ich denke an diese Familien", sagte die Schweizerin und erinnerte an die 40 Toten und mehr als 100 Verletzten des Silvesterunfalls in dem Ski-Ort. "Wir fahren für sie an diesem Wochenende", ergänzte Rast, die unweit von Crans-Montana – dem WM-Ort von 2027 – aufgewachsen ist. Kurz nach der Zieldurchfahrt zeigte sie mit dem Handschuh auf einen Trauerflor an ihrem Oberarm, außerdem formte sie mit ihren Händen ein Herz. Rast setzte sich in Slowenien vor Julia Scheib aus Österreich (+0,20 Sekunden) und der Amerikanerin Paula Moltzan (+0,47) durch. Die Slalom-Weltmeisterin von 2025 feierte ihren ersten Karriereerfolg im Riesentorlauf. In der Disziplinwertung führt weiter Scheib vor Rast. In der Gesamtwertung bleibt US-Ass Mikaela Shiffrin – diesmal Fünfte – vorn, ebenfalls vor Rast. Von einem deutschen Quartett schaffte es nur Lena Dürr in den finalen Durchgang. Sie landete auf dem 18. Platz mit 3,44 Rückstand auf Rast, weil sie in beiden Durchgängen einige Fehler einbaute und teils zu zaghaft fuhr. "Schade, denn ein paar Schwünge habe ich wirklich gut gemacht", sagte Dürr im ZDF." Am Sonntag (09.30/12.15 Uhr/ZDF und Eurosport) steht in Kranjska Gora Dürrs Spezialdisziplin auf dem Programm.