Datum03.01.2026 16:34
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einer mutmaßlichen Brandstiftung an Starkstromkabeln in Südwest-Berlin kam es zu einem größeren Stromausfall. Die Kriminalpolizei untersucht den Tatort, unterstützt von Drohnen. Hinweise aus der Bevölkerung werden erbeten, um weitere Informationen zu sammeln. Unklar ist, ob die Tat politisch motiviert ist, was die Zuständigkeit des Landeskriminalamts beeinflussen könnte. Ein ähnlicher Vorfall im September war ein gezielter Brandanschlag von Linksextremisten, dessen Authentizität von der Polizei bestätigt wurde.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stromausfall“. Lesen Sie jetzt „Brandstiftung an Stromkabeln: Kripo-Techniker und Drohne“. Nach der mutmaßlichen Brandstiftung an wichtigen Starkstromkabeln im Südwesten Berlins und einem großen Stromausfall ermittelt die Kriminalpolizei intensiv am Tatort. Kriminaltechniker untersuchten das Häuschen, zu dem eine Kabelbrücke mit Stromleitungen vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seites des Teltowkanals führen, und das mutmaßlich angezündet wurde. Auch eine Drohne war im Einsatz, um aus der Luft Fotos des Tatorts und der Umgebung zu machen, wie ein Sprecher sagte. Ob die Untersuchungen am Ort bis in den Abend dauern sollten und entsprechend alles ausgeleuchtet werden muss, stand zunächst noch nicht fest. Im Internet bat die Polizei um Unterstützung aus der Bevölkerung: "Sollten Sie Hinweise zu den heutigen Kabelbränden haben oder in den frühen Morgenstunden auffällige Beobachtungen im Bereich der Bremer Straße in Lichterfelde gemacht haben, dann melden Sie sich bitte telefonisch." Ob es Verdachtsmomente zu einer politisch motivierten Tat von Extremisten gebe, war zunächst noch nicht bekannt. Davon hänge ab, ob das Landeskriminalamt (LKA) und der dort angesiedelte und zuständige Staatsschutz die Ermittlungen übernehme, sagte der Sprecher. Der große Stromausfall im September in Treptow-Köpenick war Folge eines gezielten Brandanschlags von Linksextremisten auf ebenfalls oberirdisch verlegte Starkstromkabel. Im Internet wurde dazu ein langes Bekennerschreiben veröffentlicht. Die Polizei stufte das als authentisch ein. © dpa-infocom, dpa:260103-930-494310/1