Berliner Nahverkehr: IG Metall will Alstom-Werk an S-Bahn-Auftrag beteiligen

Datum03.01.2026 15:22

Quellewww.zeit.de

TLDRDie IG Metall strebt an, das Alstom-Werk in Hennigsdorf am S-Bahn-Auftrag für Berlin zu beteiligen. Obwohl Stadler und Mobility bereits den Zuschlag für den Großauftrag im Wert von 15 Milliarden Euro erhalten haben, klagt Alstom gegen diese Entscheidung. IG Metall fordert eine Einigung aller drei Unternehmen und sieht Potenzial für alle in Deutschland. Der Auftrag umfasst den Betrieb und die Wartung von S-Bahn-Linien sowie die Lieferung von 1.400 neuen Wagen ab den 2030er Jahren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Berliner Nahverkehr“. Lesen Sie jetzt „IG Metall will Alstom-Werk an S-Bahn-Auftrag beteiligen“. Die IG Metall will das Brandenburger Werk des Schienenfahrzeugbauers Alstom in Hennigsdorf in die milliardenschwere Ausschreibung für Teile des Berliner S-Bahn-Netzes einbinden. "Die Ausschreibung haben zwar Stadler in Pankow und Mobility in Treptow gewonnen, aber Alstom klagt", sagte der Leiter des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, der "Märkischen Allgemeinen" (Samstag/online). "Unser Ziel ist es, alle drei an einen Tisch zu bringen – gern unter Leitung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU)." In dem größten Vergabeverfahren für den öffentlichen Nahverkehr in Europa geht es um ein Auftragsvolumen von rund 15 Milliarden Euro. Es umfasst den Betrieb mehrerer S-Bahn-Linien ab den 2030er Jahren für 15 Jahre, die Lieferung von 1.400 neuen Wagen und die Fahrzeugwartung für 30 Jahre. Den Zuschlag erhielt zunächst ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Stadler und Siemens, das sich gegen Mitbewerber Alstom durchsetzte. Alstom legte dagegen Einspruch bei der Berliner Vergabekammer ein. "Wir haben genug Auftragsvolumen für alle Werke in Deutschland", sagte Otto. "Wir können kein Interesse daran haben, dass sich Alstom, Stadler und Mobility untereinander verklagen." © dpa-infocom, dpa:260103-930-494005/1