Datum03.01.2026 10:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Berlin sind nach einem Brand einer Kabelbrücke 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe ohne Strom. Die Versorgung könnte erst allmählich wiederhergestellt werden, während die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung. Ein Zeuge berichtete um 6:45 Uhr von dem Feuer, das zuletzt gelöscht wurde. Ähnlich wie bei einem vorherigen Vorfall im September gibt es Befürchtungen eines politisch motivierten Angriffs. Betroffene sollten in Notfällen die Polizei direkt kontaktieren.
InhaltIm Südwesten der Hauptstadt sind mehrere Zehntausend Haushalte ohne Strom. Wann die Versorgung wiederhergestellt sein wird, ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung. Im Südwesten Berlins hat es einen großflächigen Stromausfall gegeben: Derzeit sind 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe ohne Strom. Das teilte der Betreiber Stromnetz Berlin auf Anfrage der Nachirchtengentur dpa mit. "Wann genau der Strom wieder fließt, ist noch unklar", sagte ein Sprecher. Betroffen seien die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Die Versorgung werde schrittweise wiederhergestellt. Ursache sei der Brand einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, der mehrere Kabel zum nahe gelegenen Kraftwerk Lichterfelde beschädigt habe. Das Feuer sei inzwischen gelöscht. Der Ausfall trifft die Haushalte parallel zum Wintereinbruch: Die Temperaturen in Berlin liegen derzeit um den Gefrierpunkt, teilweise schneit es stark. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der Brandstiftung, wie sie auf X mitteilte. Ein Zeuge sei um 6:45 Uhr morgens auf den Brand aufmerksam geworden und habe die Polizei informiert. Man sei mit 160 Einsatzkräften vor Ort. Durch den Stromausfall auch Mobil- und Festnetzverbindungen beeinträchtigt sein könnten. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Der Fall ist vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins: Auch dort waren laut Stromnetz Berlin zunächst 50.000 Kunden ohne Strom. Der Ausfall zog sich über Tage hin. Damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten verübt worden. In dringenden Fällen sollten Menschen die Polizisten direkt ansprechen oder auf die nächste Wache oder Feuerwache gehen. "Bleiben Sie aufmerksam, helfen Sie gegebenenfalls Nachbarinnen beziehungsweise Nachbarn und wählen Sie den direkten Weg zur nächsten Wache, falls ein Notruf nicht möglich ist", schrieb die Polizei auf X. Stromnetz Berlin hatte auf seiner Webseite zunächst nur die betroffenen Straßenzüge Bürgipfad, Lichterfelder Ring, Silzer Weg und Umgebung genannt und erklärt, die Störung werde voraussichtlich gegen 18.30 Uhr behoben sein. Eine feste Zeit wollte der Sprecher nun nicht mehr nennen.