Medizinische Versorgung: Zahl der Hausärzte in Hamburg leicht gesunken

Datum03.01.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Hamburg ist die Zahl der Hausärzte leicht gesunken, von 1.315 im Jahr 2024 auf 1.307 im Jahr 2025, was teils auf Teilzeitbeschäftigungen zurückzuführen ist. Die Anzahl der Vollzeitäquivalente verringerte sich von 1.166,55 auf 1.142. Trotz des leichten Rückgangs bleibt Hamburg hinsichtlich Ärzte und Psychotherapeuten im bundesweiten Vergleich gut versorgt. In Schleswig-Holstein hingegen hat sich die Lage verbessert, mit weniger freien Hausarztstellen, was einem Rückgang der verfügbaren Stellen um etwa 30 Prozent entspricht.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Medizinische Versorgung“. Lesen Sie jetzt „Zahl der Hausärzte in Hamburg leicht gesunken“. In Hamburg arbeiten derzeit etwas weniger Hausärztinnen und Hausärzte als im Jahr zuvor. Das erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVHH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Waren es am 1. Juli 2024 demnach noch 1.315 Hausärztinnen und Hausärzte, so waren es ein Jahr später noch 1.307. Davon arbeiten einige Medizinerinnen und Mediziner in Teilzeit, deshalb liegt die Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente niedriger. Sie sank von 1.166,55 auf 1.142 in diesem Jahr. Bei der Planung der ambulanten Versorgung stelle Hamburg nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses eine einheitliche Planungsregion dar. "Alle Fachbereiche liegen statistisch gesehen im Bereich der Überversorgung", sagt KVHH-Sprecherin Marthe Hartig.  Da es sich bei Stadtteil- und Bezirksgrenzen um willkürliche Grenzziehungen handele, die von Menschen im täglichen Leben überschritten werden, bilde eine kleinräumige Betrachtung – etwa auf Stadtteilebene – die Versorgungsrealität nie adäquat ab. Es müssten immer auch die umliegenden Stadtteile betrachtet werden.Auch bei den Fachärzten liege Hamburg statistisch gesehen im Bereich der Überversorgung, erklärt die KVHH. In den vergangenen Jahren habe Hamburg im Bundesländervergleich stets eine sehr hohe Dichte von Ärzten und Psychotherapeuten gehabt. Im Nachbarland Schleswig-Holstein hat sich die Versorgung mit Hausärztinnen und -ärzten verbessert. Das nördlichste Bundesland sei das Flächenland in Deutschland mit der geringsten Anzahl an freien Hausarztstellen, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell gebe es 1.947 Hausarztstellen in Schleswig-Holstein. 48,5 freie Stellen können derzeit besetzt werden. Das seien deutlich weniger als noch vor zwei Jahren. Im Januar dieses Jahres seien es noch 59,5 freie Hausarztstellen gewesen, im April 2024 waren es 68,5 und 2023 sogar 76,5. "Damit konnten in den vergangenen zwei Jahren 20 Hausarztstellen in Schleswig-Holstein besetzt werden, was einem Rückgang an freien Stellen um etwa 30 Prozent entspricht", erklärt KVSH-Sprecher Nikolaus Schmidt. © dpa-infocom, dpa:260103-930-492536/1