Nachrichtenpodcast: "Die Not wird noch größer werden"

Datum03.01.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIsrael hat 37 internationale Hilfsorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen und Oxfam, angewiesen, ihre Arbeit im Gazastreifen bis März 2026 einzustellen. Die israelische Regierung begründet dies mit unvollständigen Registrierungen, um Verbindungen zu Terrorgruppen zu verhindern. Die NGOs widerlegen die Vorwürfe und kritisieren die Behinderung humanitärer Hilfe. Das Vorgehen stößt international auf Kritik, während die humanitäre Lage in Gaza sich weiter verschlechtert. Zudem brach in einer Bar in Crans-Montana ein Brand aus, der mindestens 40 Menschenleben forderte.

InhaltIsrael stoppt die Arbeit von 37 Hilfsorganisationen im Gazastreifen. Warum? Und was bedeutet das für die humanitäre Lage? Und: Wie Flashover einen ganzen Raum anzünden Israel hat 37 internationale Hilfsorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und die Caritas, angewiesen, ihre Arbeit im Gazastreifen einzustellen. Seit dem 1. Januar 2026 dürfen sie nicht mehr tätig sein und bis März müssen sie Gaza verlassen. Die israelische Regierung begründet den Schritt mit unvollständigen Registrierungen und fehlenden Personallisten der NGOs. Diese seien nötig, um Verbindungen zu Terrorgruppen zu verhindern. Die betroffenen Hilfswerke weisen die Vorwürfe zurück und sprechen von einer gezielten Behinderung humanitärer Hilfe. Auch international stößt das Vorgehen auf Kritik. Die EU, der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk sowie mehrere westliche Staaten warnen vor den Bedingungen in Gaza und werfen Israel vor, lebensrettende Hilfe zu blockieren. Was das Verbot der Hilfsorganisationen für die humanitäre Lage in Gaza bedeutet, berichtet ZEIT-Autorin Steffi Hentschke. In der Silvesternacht ist in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ein Brand ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben starben dabei mindestens 40 Menschen und viele weitere wurden teils schwer verletzt. Die Identifizierung der Toten ist wegen starker Verbrennungen schwierig und kann mehrere Tage dauern. Als wahrscheinliche Ursache nannte die Staatsanwaltschaft Sprühfontänen, die zu nah an der Decke abgebrannt worden seien. In der Folge – davon geht die Kantonsregierung aus, sei es zu einem sogenannten Flashover gekommen, bei dem sich ein Brand explosionsartig ausbreitet. Was genau unter einem Flashover zu verstehen ist und warum er so gefährlich ist, erklärt Jochen Zehfuß, Leiter des Fachgebiets Brandschutz der TU Braunschweig.  Und sonst so: Vondelkirche in Amsterdam steht in Flammen  Moderation und Produktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle, Elena Erdmann Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf Whatsapp.