Datum03.01.2026 05:37
Quellewww.zeit.de
TLDRDie nationalen Sicherheitsberater der Ukraine-Verbündeten treffen sich in Kyjiw, um über die Beendigung des Kriegs zu beraten. Vertreter von etwa 15 Staaten sowie EU- und NATO-Vertreter nehmen teil, während eine US-Delegation online zugeschaltet ist. Präsident Selenskyj erwartet Fortschritte bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Ein Treffen der Staatschefs soll nächste Woche in Paris stattfinden. Der Frieden ist jedoch ungewiss, da wichtige Fragen, insbesondere zu Gebietsabtretungen an Russland, weiterhin offen sind.
InhaltDie Unterstützer der Ukraine haben Sicherheitsberater nach Kyjiw geschickt, um über eine Beendigung des Kriegs zu beraten. US-Vertreter sollen online zugeschaltet werden. In Kyjiw kommen heute die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge werden Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten der Ukraine an den Gesprächen teilnehmen. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil. In der kommenden Woche sollen Gespräche auf Ebene der Staatschefs folgen. Dazu will Selenskyj am Dienstag in Paris mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen. Selenskyj erwartet Fortschritte beim schwierigen Thema Sicherheitsgarantien für sein Land. Dazu müssten noch Details geklärt werden, sagte er. Sicherheitsgarantien sollen der Ukraine einen zuverlässigen Schutz vor neuen russischen Angriffen gewährleisten und gelten deshalb als zentral in einem möglichen künftigen Friedensabkommen. Die internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, hatten sich jüngst wieder verstärkt. Am Sonntag waren Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in dessen Privatanwesen in Florida zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide Seiten meldeten danach Fortschritte, ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs zeichnet sich aber nicht ab. Für eine Friedensvereinbarung ist vor allem auch weiter die Kernfrage um die von Russland geforderten Gebietsabtretungen offen. Einen solchen Verzicht lehnt die Ukraine ab. Zudem sitzt Russland nicht mit am Verhandlungstisch. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im russischen Krieg gegen die Ukraine in unserem Liveblog.