Datum03.01.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Jahr 2025 wurden in Sachsen nur 4.601 Erdblitze registriert – der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006. Dies ist weniger als die Hälfte der Blitze von 2024. Besonders betroffen war der Juni mit einem Rückgang um zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptursache für die Blitzflaute ist die anhaltende Trockenheit, da Gewitter für ihre Entstehung feuchte Luft benötigen. Auch bundesweit war die Blitzaktivität mit 99.930 Einschlägen äußerst niedrig.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wetter“. Lesen Sie jetzt „Trockenheit sorgt für Blitz-Flaute in Sachsen“. In Sachsen hat es 2025 ungewöhnlich selten geblitzt. Nur 4.601 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im Jahresverlauf im Freistaat - so wenige wie noch nie in den bis 2006 zurückgehenden Daten. Das waren deutlich weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2024, als das Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten 11.182 Einschläge registrierte. Besonders groß war der Rückgang im gewöhnlich blitzreichen Juni: Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mit etwa 1.650 fast zwei Drittel oder gut 2.800 Einschläge weniger als im Vorjahr. Auch im August war der Wert mit 244 außergewöhnlich niedrig (2024: 1.713) In den Monaten Februar, November und Oktober wurde 2025 kein Blitz registriert. Das war zum Teil auch in den Vorjahren der Fall. Auch bundesweit hat es sehr selten geblitzt - nur 99.930 Mal. In den Daten von Aldis/Blids findet sich kein Jahr, in dem es auch nur annähernd so wenige Blitze gab. Frühere Jahre weisen sehr viel höhere Werte auf - zwischen 200.000 und über eine halbe Million. Aber warum war 2025 so blitzarm? Wetter ist komplex, die Antwort also vielschichtig, doch ein wichtiger Effekt ist relativ klar: Für Gewitter brauche man feuchte und energiereiche Luftmassen, erklärt Tanja Egerer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Und in den meisten der gewitterträchtigen Sommermonate war es diesmal schlicht zu trocken. Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze - also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal. Häufig kommt es nämlich vor, dass durch einen Blitzkanal in kürzester Zeit mehrere Entladungen fließen. In manchen Statistiken werden dann mehrere Blitze gezählt. © dpa-infocom, dpa:260103-930-492346/1