Datum03.01.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Jahr 2025 verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 11.057 Blitzeinschlägen ungewöhnlich geringe Blitzaktivität, verglichen mit 19.734 im Vorjahr. Dies ist der niedrigste Wert seit 2006, als ein Spitzenwert von 53.866 Blitzen registriert wurde. Die niedrigen Zahlen sind auf eine ungewöhnlich trockene und kühlere Wetterlage in den typischen Blitzmonaten zurückzuführen, was die Entstehung von Gewittern hemmte. Die Erhebung der Blitzzahlen erfolgt spezifisch für Erdblitze, was zu Abweichungen in anderen Statistiken führen kann.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Spitzenwert gab es 2006“. Lesen Sie jetzt „Ungewöhnlich wenig Blitzeinschläge in NRW im Jahr 2025“. In Nordrhein-Westfalen sind im zurückliegenden Jahr ungewöhnlich wenige Blitze eingeschlagen. 11.057 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids 2025 im Jahresverlauf. Im Vorjahr 2024 hatte das Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten mit 19.734 Einschlägen noch deutlich mehr Entladungen registriert. In den bis 2006 zurückreichenden Daten von Aldis/Blids findet sich kein Jahr, in dem es auch nur annähernd so wenige Blitze gab, wie im vergangenen. Noch am nächsten kommen 2020 und 2022 mit 12.230 und 12.278. Einen Spitzenwert gab es im Jahr 2006 mit 53.866 registrierten Blitzen. Doch warum war das zurückliegende Jahr so blitzarm? Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es in den typischen Blitzmonaten von Mai bis September deutlich trockener als sonst. Und der Juli war streckenweise zu kühl. Für Gewitter brauche man feuchte und energiereiche Luftmassen, erklärt Tanja Egerer vom DWD, zudem große Temperaturunterschiede zwischen oben und unten und einen Hebungsimpuls, der dafür sorgt, dass die Luft vom Boden nach oben kommt. Letzteres kann etwa ein Gebirge, Hitze am Boden oder auch ein Impuls aus höheren Luftschichten sein. Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze - also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal. Häufig kommt es nämlich vor, dass durch einen Blitzkanal in kürzester Zeit mehrere Entladungen fließen. Für Beobachter sieht das wie ein Flackern des Blitzes aus. In manchen Statistiken werden dann mehrere Blitze gezählt, in der hier vorliegenden nur einer. © dpa-infocom, dpa:260103-930-492364/1