Datum02.01.2026 22:20
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Violinist Brian King Joseph verklagt Will Smith wegen sexueller Belästigung und unrechtmäßiger Kündigung. In einer Klage behauptet Joseph, während Smiths "Based on a True Story: 2025 Tour" sei er von Smith unrechtmäßig behandelt worden, nachdem er seltsame Vorfälle in seinem Hotelzimmer gemeldet hatte. Joseph führte die Kündigung auf die Meldung des Vorfalls zurück, was zu seinem emotionalen Trauma und wirtschaftlichen Verlusten führte. Er fordert Schadensersatz, während Smiths Reaktion auf die Vorwürfe bislang aussteht.
InhaltDer Musiker Brian King Joseph hatte es geschafft, bei der Tour von Will Smith mitzuspielen. Doch dann findet er seltsame Dinge in seinem verschlossenen Hotelzimmer. Kurz nachdem er das meldet, wird er offenbar gekündigt. Will Smith wird von einem seiner Tour-Violinisten verklagt. Der Musiker Brian King Joseph wirft dem Rapper und Hollywoodstar neben sexueller Belästigung vor, ihm unrechtmäßig gekündigt zu haben. In der am Dienstag eingereichten Klage, die dem Magazin "Variety" vorliegt, wird Smith des "übergriffigen Verhaltens" und der "absichtlichen Vorbereitung und Heranführung von Herrn Joseph für weitere sexuelle Ausbeutung" während der "Based on a True Story: 2025 Tour" im vergangenen Frühjahr beschuldigt. Joseph, der unter anderem Finalist in der Fernsehshow "America's Got Talent" war, nahm im März 2025 an der ersten Etappe von Smiths Tournee teil. Genauer gesagt an einer Show in Las Vegas, wo Hotelzimmer für die Band und die Crewmitglieder gebucht worden waren. Smith soll im Laufe der Tournee unter anderem Folgendes zu Joseph gesagt haben: "Du und ich haben eine so besondere Verbindung, die ich zu niemand anderem habe." In seiner Klage behauptet der Violinist, dass seine Tasche, in der sich sein Hotelzimmerschlüssel befand, mehrere Stunden lang verschwunden war, bevor das Management sie fand und ihm zurückgab. Die Mitglieder des Managements seien die "einzigen Personen mit Zugang zum Zimmer" gewesen, heißt es. Später sei Joseph dann in sein Zimmer zurückgekehrt und habe festgestellt, dass jemand sein Zimmer betreten und Gegenstände hinterlassen hatte. Darunter Feuchttücher, eine Flasche HIV-Medikamente mit dem Namen einer anderen Person und eine Notiz mit dem Text: "Brian, ich bin spätestens um 5:30 Uhr zurück, nur wir beide (gezeichnetes Herz), Stone F". Joseph interpretierte das als Warnung, dass "eine unbekannte Person bald in sein Zimmer zurückkehren würde, um sexuelle Handlungen" mit ihm vorzunehmen. Der Musiker habe den Vorfall daraufhin mehreren Stellen gemeldet: dem Sicherheitsdienst des Hotels, der Polizei, über eine Nicht-Notrufnummer, und dem Management von Smith. Laut seinen Schilderungen sei nur wenige Tage später ein Mitglied von Smith’ Management zu ihm gekommen. Die Person habe ihn "beschämt" und über die Kündigung informiert, mit dem Vorwurf, Joseph habe sich die Geschichte ausgedacht. In der Klage gegen Smith und sein Management werden nicht nur wirtschaftliche Verluste und Rufschädigung von Joseph geltend gemacht. Der Violinist gibt auch an, unter einer posttraumatischen Belastungsstörung zu leiden. Für all das fordert er Schadensersatz, der von einer Jury festgelegt werden soll. Smith selbst oder sein Management haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.