Kyjiw ordnet Evakuierung von 3000 Kindern aus umkämpften Gebieten an

Datum02.01.2026 19:37

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie ukrainischen Behörden haben die Zwangsevakuierung von über 3000 Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet. Dies geschieht aufgrund der "schwierigen Sicherheitslage", während die russische Armee vorrückt. Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba erklärte, dass seit dem 1. Juni 2025 insgesamt 150.000 Menschen aus Frontgebieten evakuiert wurden. Die meisten bisherigen Evakuierungen fanden in der Region Donezk statt, während die Kämpfe in Dnipropetrowsk zunehmen.

InhaltDie russische Armee rückt in umkämpften Gebieten in der Ukraine vor. Die ukrainischen Behörden ordnen deshalb nun eine Zwangsevakuierung von Tausenden Kindern und ihren Eltern an. Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von mehr als 3000 Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Wegen der "schwierigen Sicherheitslage" sei beschlossen worden, die Betroffenen aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba demnach im Onlinedienst Telegram. Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt. Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezembertagen Evakuierungen in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit dem 1. Juni 2025 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, erklärte Kuleba. Die meisten Zwangsevakuierungen von Zivilisten hatte es in den vergangenen Jahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine gegeben, wo ein Großteil der Kämpfe stattfand. Die russische Armee rückt aber auch in der Region Dnipropetrowsk vor, in die sie im Sommer 2025 eingedrungen war, und in die Region Saporischschja, wo die Front über lange Zeit eingefroren war.