Datum02.01.2026 18:42
Quellewww.zeit.de
TLDRIm vergangenen Jahr erzeugten Solarkraftwerke in Deutschland erstmals mehr Strom als Kohle, mit etwa 87 Terawattstunden. Der Anteil der Kohle am Strommix fiel auf 22,4 Prozent, während Windkraft mit 132 Terawattstunden die Hauptquelle blieb. Der Anteil erneuerbarer Energien blieb bei 55,9 Prozent. EU-weit überstieg die Photovoltaikproduktion mit 275 Terawattstunden die aus Braun- und Steinkohle. Experten betonen, dass Kohleverstromung oft wirtschaftlich unrentabel ist.
InhaltPhotovoltaikanlagen haben im vergangenen Jahr rund 87 Terawattstunden Strom geliefert. Der Anteil der Kohle am deutschen Strommix fiel dagegen auf 22,4 Prozent. Die Solarkraftwerke in Deutschland haben im vergangenen Jahr erstmals mehr Strom als Braunkraftkohlewerke geliefert. Das geht aus einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme (Fraunhofer ISE) hervor. Photovoltaikanlagen erzeugten demnach insgesamt rund 87 Terawattstunden Strom, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Braun- und Steinkohle am gesamten deutschen Strommix sei auf 22,4 Prozent gefallen. Die mit Abstand wichtigste Stromquelle blieb den Angaben zufolge mit 132 Terawattstunden die Windkraft. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix habe wie im Vorjahr bei 55,9 Prozent gelegen. Die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle betrug laut ISE im vergangenen Jahr 106 Terawattstunden. Das war rund eine Terawattstunde weniger als 2024 und der niedrigste Wert seit 1956. EU-weit habe die Stromerzeugung aus Photovoltaik 2025 mit 275 Terawattstunden erstmals über der Summe aus Braun- und Steinkohle gelegen, die 243 Terawattstunden erreichte. "Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr", sagte Bruno Burger vom Fraunhofer ISE dem Spiegel. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.