Datum02.01.2026 17:16
Quellewww.spiegel.de
TLDRRussische Raketen trafen ein Wohngebiet in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, und verletzten zahlreiche Menschen. Präsident Selenskyj berichtete von 16 Verletzten und möglichen weiteren Opfern unter den Trümmern. In Cherson erlag ein 51-Jähriger den Verletzungen nach einem russischen Beschuss. Zudem attackierte Russland die ukrainische Energieinfrastruktur, was zu Stromausfällen führte. Der Bürgermeister und der Gouverneur warfen Russland vor, trotz diplomatischer Friedensbemühungen weiter zu bombardieren.
InhaltIn der zweitgrößten Stadt der Ukraine haben russische Raketen ein Wohngebiet getroffen. Derzeit suchen Rettungskräfte in den Trümmern nach Verletzten. Die Stadt Cherson beklagt ein Opfer nach den jüngsten russischen Angriffen. In der Ukraine sind bei einem Angriff auf die Großstadt Charkiw im Nordosten des Landes offenbar zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien mit. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unbekannt. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen um Friedensverhandlungen das Töten fortzusetzen. Der Bürgermeister Charkiws Ihor Terechow schrieb bei Telegram zunächst von 16 Verletzten und erheblichen Schäden. Es gebe zudem Informationen, dass noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen seien. Die Such- und Rettungsarbeiten dauerten an. In der südukrainischen Stadt Cherson ist zudem ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt worden. Das teilte der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mit. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zudem zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen. Das Energieministerium der Ukraine hatte am Vormittag berichtet, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur, vorrangig in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw, attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom. In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen. Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.