Tesla: Elon Musks Konzern liefert deutlich weniger Autos aus

Datum02.01.2026 16:31

Quellewww.spiegel.de

TLDR

InhaltDas zweite Jahr in Folge bleibt der Absatz von Tesla hinter den Erwartungen zurück. Das liegt auch an auslaufenden US-Subventionen. Marktführer für E-Autos ist nun ein anderer Konzern. Tesla hat im vergangenen Quartal deutlich weniger Autos ausgeliefert. Weltweit gingen 418.227 Fahrzeuge an die Kunden, 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Analysten hatten teils einen Absatz von 440.000 Fahrzeugen oder mehr erwartet. Im gesamten Jahr verkaufte Tesla rund 1,64 Millionen Autos, ein Minus von etwa neun Prozent. Für den Konzern ist das aufs Jahr gesehen der zweite Auslieferungsrückgang in Folge. Den bisherigen Höhepunkt erreichte er 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen. Dass die Zahlen sinken, hängt auch mit dem Ende von Subventionen in den USA zusammen. Ende September hatte Donald Trump die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen lassen. Im dritten Quartal waren die Tesla-Auslieferungen noch um 7,4 Prozent gestiegen, weil viele Interessenten in den USA die Prämie mitnehmen wollten. Jetzt kam der Rückschlag, ähnlich wie bei anderen Herstellern. In den USA griffen Käufer verstärkt zu Verbrennerautos oder Hybrid-Modellen, in Europa legten andere Hersteller zu. Tesla ist damit nicht mehr Marktführer: Der chinesische Hersteller BYD wird an Elon Musks Unternehmen vorbeiziehen. BYD hatte am Donnerstag mitgeteilt, in diesem Jahr 2,26 Millionen reine Elektrofahrzeuge abgesetzt zu haben. Firmenchef Musk vertritt aber ohnehin die Ansicht, dass Teslas Zukunft nicht in E-Autos, sondern in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegt. In beiden Bereichen steht der Konzern erst am Anfang und trifft auf starke Konkurrenz, etwa die Google-Schwesterfirma Waymo oder den Robotikspezialisten Figure AI. Bereits Anfang 2025 bremste ein Modellwechsel  beim Bestseller Model Y Tesla aus, der futuristische Cybertruck floppte (mehr dazu hier ). Mit kruden politischen Ansichten sorgte Musk dafür, dass sich weitere Kunden von dem Unternehmen abwandten . Der Tesla-Chef stand Trump als Kostensenker zur Seite, warb unter anderem für Rechtsextreme und verbreitete Verschwörungstheorien. Im "Wächtermodus" filmen geparkte Teslas dauerhaft ihre Umgebung und helfen so mitunter, Verbrechen aufzuklären. Datenschützer kritisieren die umstrittene Technik, Strafverfolger feiern sie. Mehr dazu lesen Sie hier.