Kriminalität im Netz: Cyberattacken gegen vier Brandenburger Kommunen

Datum02.01.2026 15:10

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Brandenburg sind vier Kommunen – Hoppegarten, Hohen Neuendorf, Lübben und das Amt Falkenberg-Höhe – von Cyberattacken betroffen, da die Gefahr solcher Angriffe laut Digitalminister Benjamin Grimm zunimmt. Besonders Ransomware, die Rechner sperrt und Lösegeld erpresst, stellt eine erhebliche Bedrohung dar. Grimm kündigte eine Neuausrichtung der kommunalen Cybersicherheit an, um diesen Herausforderungen besser zu begegnen. Zudem plant er, bis Ende 2027 bestimmte Behördengänge online verfügbar zu machen, um die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität im Netz“. Lesen Sie jetzt „Cyberattacken gegen vier Brandenburger Kommunen“. Die Gefahr von Cyberangriffen auf Kommunen nimmt in Brandenburg nach Ansicht von Digitalminister Benjamin Grimm (SPD) zu. Vier Kommunen seien derzeit von Cyberangriffen betroffen: Hoppegarten (Landkreis Märkisch-Oderland), Hohen Neuendorf (Oberhavel), Lübben (Dahme-Spreewald) und das Amt Falkenberg-Höhe (Elbe-Elster), sagte Grimm der "Märkischen Allgemeinen" (Freitag/online). Er rief die Kommunen auf, wachsam zu sein und keine Sicherheitslücken zuzulassen. Hoppegarten und Hohen Neuendorf sind schon länger betroffen. Die Attacken durch kriminelle Gruppen, aber auch staatliche ausländische Akteure seien eine große Bedrohung für kommunale Verwaltungen, sagte der Minister. Genutzt werde oft Ransomware, eine Art Schadsoftware, um Rechner zu sperren und Lösegeld zu erpressen. Nach Angaben von Grimm ist in diesem Jahr eine Neuausrichtung der kommunalen Cybersicherheit geplant, um besser mit solchen Attacken umzugehen. Für Cyberangriffe aus dem Ausland ist das Innenministerium zuständig. Ransomware-Angriffe sind nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik die größte Cyberbedrohung für kommunale Verwaltungen. Im Jahr 2023 hatte ein versuchter Cyberangriff auf die Landeshauptstadt Potsdam wochenlang für Systemausfälle gesorgt. Der Digitalminister will die Digitalisierung in der Verwaltung forcieren. Fünf Behördengänge, darunter Wohnsitz-Ummeldungen, sollen nach seinen Worten bis spätestens Ende 2027 online erledigt werden können, sagte er der Zeitung. © dpa-infocom, dpa:260102-930-490893/1