Datum02.01.2026 12:22
Quellewww.zeit.de
TLDRDie deutschen Landwirte sind besorgt über niedrige Agrarpreise, wie der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, betont. Die Preise für Weizen liegen bei etwa 180 Euro pro Tonne, was zu finanziellen Verlusten führt. Auch Ackerfrüchte wie Mais und Raps sind betroffen, und Schweinehalter kämpfen mit einem Preis von 1,60 Euro pro Kilogramm. Der Weinbau stehe vor der größten Krise seit Jahrzehnten, mit einem erheblichen Verlust an Rebflächen aufgrund der schlechten Marktlage und unter Produktionskosten liegenden Preisen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landwirtschaft“. Lesen Sie jetzt „Bauernpräsident in Sorge über niedrige Agrarpreise“. Die deutsche Landwirtschaft klagt zum Jahreswechsel über niedrige Erzeugerpreise - nicht nur bei Milch. Für die Landwirte seien die derzeitigen Preise an den Agrarmärkten äußerst unbefriedigend, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, am Freitag zur Vorstellung des Marktberichts 2025/26. So könnten für eine Tonne Weizen zurzeit lediglich etwa 180 Euro erzielt werden. "Mit jeder Tonne Weizen, die der Landwirt derzeit verkauft, verliert er und fährt Verluste ein", sagte Rukwied. Ackerfrüchte wie Mais und Raps seien ebenfalls unter Preisdruck. Negativ sei auch die Preisentwicklung für Schweinehalter. "Bei dem derzeitigen Erzeugerpreis von 1,60 Euro pro Kilogramm Schweinefleisch ist schon jetzt abzusehen, dass etliche Betriebe im laufenden Wirtschaftsjahr rote Zahlen schreiben werden", warnte der Bauernpräsident. Im deutschen Weinbau gebe es sogar die größte Krise seit Jahrzehnten. "Aufgrund der schlechten Marktlage gehen wir davon aus, dass wir Rebflächen in erheblichem Umfang verlieren werden", sagte Rukwied. Zwar sei die Ernte 2025 qualitativ außergewöhnlich gut gewesen. Mit rund 7,3 Millionen Hektolitern habe sie aber 16 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt gelegen. Die Fassweinpreise lägen unter den Produktionskosten, die Inlandsnachfrage sei schwach, der Export in das wichtige Absatzland USA wegen der höheren Zölle schwierig. © dpa-infocom, dpa:260102-930-490092/1