Datum02.01.2026 10:01
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach dem Vorrundenaus beim Afrika-Cup hat Gabuns Regierung das komplette Fußballnationalteam um Trainer Thierry Mouyouma suspendiert, nachdem die Mannschaft drei Spiele verloren hatte. Sportminister Simplice-Désiré Mamboula kritisierte die "beschämende Leistung". Spieler wie Pierre-Emerick Aubameyang wurden aus dem Kader genommen, während der Druck auf die Nationalmannschaft aufgrund des Scheiterns in der WM-Qualifikation ebenfalls groß ist. Aubameyang war bereits vor dem letzten Spiel abgereist, das Gabun mit 2:3 gegen die Elfenbeinküste verlor.
InhaltChaos im gabunischen Fußball: Nach drei Niederlagen in drei Partien beim Afrika-Cup hat der Sportminister des Landes für einen spektakulären Rundumschlag gesorgt. Infolge des Vorrundenaus der gabunischen Fußballnationalmannschaft beim Afrika-Cup hat die Regierung des zentralafrikanischen Landes das komplette Team vorläufig suspendiert. "Angesichts der beschämenden Leistung der Panthères hat die Regierung beschlossen, den Trainerstab um Coach Thierry Mouyouma zu entlassen, die Nationalmannschaft bis auf Weiteres zu suspendieren und die Spieler Bruno Ecuele Manga und Pierre-Emerick Aubameyang aus dem Kader zu nehmen", sagte Sportminister Simplice-Désiré Mamboula im gabunischen Fernsehen. Sportlich war der Afrika-Cup für Gabun nicht nach Plan verlaufen. Auch ein Sieg oder gar ein Punkt zum Abschluss waren der Mannschaft am Silvestertag verwehrt geblieben – beim 2:3 (2:1) gegen die Elfenbeinküste gab sie den Sieg nach einer Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase aus der Hand. Zuvor hatte das Team bereits gegen Kamerun und Mosambik verloren. Auch in der Qualifikation zur WM 2026 in den USA war das Team gescheitert. Der langjährige Dortmunder Aubameyang, der inzwischen für Olympique Marseille in Frankreich stürmt, war schon vor dem bedeutungslosen letzten Gruppenspiel Gabuns beim Afrika-Cup abgereist. Beim Turnier hatte zunächst ein verfrühter Einsatz des Stürmers, der bereits angeschlagen nach Marokko gereist war, für Ärger gesorgt. Nach dem vorzeitigen Aus seiner Mannschaft war der 36-Jährige dann auch aufgrund der fehlenden sportlichen Bedeutung verletzungsbedingt zurück nach Frankreich gereist.