Datum02.01.2026 08:53
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Jahr 2025 sank die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erstmals seit 2020 um etwa 5.000 auf durchschnittlich 46 Millionen. Die konjunkturelle Abkühlung und der demografische Wandel, insbesondere das Ausscheiden älterer Arbeitnehmer ohne ausreichenden Nachwuchs, wurden als Ursachen genannt. Während die Industrie und das Baugewerbe Rückgänge verzeichneten, wuchs der Dienstleistungssektor um 164.000 Beschäftigte, insbesondere im öffentlichen Dienst und im Bildungsbereich.
InhaltIm vergangenen Jahr ist die Zahl der arbeitenden Menschen nahezu gleich geblieben. Der Rückgang von wenigen Tausend Erwerbstätigen ist dennoch der erste seit fünf Jahren. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland trotz der schwachen Konjunktur nahezu gleich geblieben. Im Durchschnitt gab es mit 46 Millionen arbeitenden Menschen etwa 5.000 Erwerbstätige weniger als 2024, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Obwohl der Rückgang damit minimal ausfiel, war die Zahl erstmals seit 2020 wieder rückläufig. Mit Ausnahme des ersten Jahres der Corona-Pandemie war die Zahl der Erwerbstätigen seit 2006 durchgängig gewachsen und hatte 2024 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. "Ursächlich für diese Beschäftigungsentwicklung waren im Jahr 2025 die konjunkturelle Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt und – wie bereits in den Vorjahren – die immer stärkeren Effekte des demografischen Wandels", teilten die Wiesbadener Statistiker mit. Für das Ausscheiden geburtenstarker Jahrgänge aus dem Beruf rückten demnach weniger junge Erwerbstätige nach. Je nach Wirtschaftsbereich fielen die Entwicklungen dabei sehr unterschiedlich aus. So verzeichnete die Industrie mit 143.000 Erwerbstätigen einen Rückgang von fast zwei Prozent auf 7,9 Millionen Beschäftigte. Im Baugewerbe ging die Zahl der Beschäftigten um 23.000 auf 2,6 Millionen zurück. In der Land- und Forstwirtschaft setzte sich der seit Jahren bestehende Rückgang fort, dort sank die Zahl um 0,5 Prozent auf 562.000. Einen Zuwachs gab es hingegen im Dienstleistungssektor, der mit 164.000 zusätzlichen Beschäftigten ein Plus von 0,5 Prozent auf 34,9 Millionen Personen verzeichnete. Besonders stark war der Zuwachs im öffentlichen Dienst sowie im Bereich Bildung und Erziehung, wo 205.000 Menschen mehr arbeiteten als im Vorjahr. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.