Krieg gegen die Ukraine: Ukraine täuscht Tod von russischem Milizenführer vor

Datum02.01.2026 07:41

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Tod des russischen Rechtsextremisten Denis Kapustin, der für die Ukraine kämpft, wurde als vorgetäuscht enthüllt. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR teilte mit, die Aktion diente dazu, einen Mordanschlag auf Kapustin durch russische Spezialkräfte zu verhindern. In einem Video bestätigte Kapustin seine "Rückkehr ins Leben" und kündigte an, weiterhin im Kampfeinsatz zu bleiben. Das Kopfgeld von 425.000 Euro auf Kapustin wird nun der ukrainischen Verteidigung zugutekommen. Eine unabhängige Überprüfung dieser Informationen steht aus.

InhaltDer russische Rechtsextremist Denis Kapustin kämpft an der Spitze einer russischen Miliz für die Ukraine. Sein vor wenigen Tagen gemeldeter Tod war offenbar vorgetäuscht. Der Ende Dezember gemeldete Tod des russischen Rechtsextremisten Denis Kapustin, der an der Spitze des sogenannten Russischen Freiwilligenkorps (RDK) an der Seite der Ukraine kämpft, ist nach ukrainischen Geheimdienstangaben nur vorgetäuscht worden. Die Aktion habe dazu gedient, einen Mordanschlag auf den RDK-Kommandeur durch russische Spezialkräfte zu verhindern, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst HUR mit. Der Geheimdienst veröffentlichte einen Mitschnitt aus einer Videoschalte mit Kapustin und HUR-Chef Kyrylo Budanow. Dieser beglückwünschte Kapustin darin zu seiner "Rückkehr ins Leben". Am 27. Dezember hatte der RDK mitgeteilt, ihr Kommandeur sei in der Region Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden.  In einer schriftlichen Erklärung teilte der HUR mit, russische Spezialkräfte hätten die Ermordung Kapustins angeordnet. Durch eine "umfassende Spezialoperation" sei es daraufhin gelungen, dessen Leben zu retten und die Beteiligten an dem Anschlagsplan zu identifizieren. Kapustin sagte in der Videoschalte, er wolle weiterhin an Kampfeinsätzen und "Spezialaufgaben" für den HUR teilnehmen. Das von Russland nach HUR-Angaben ausgesetzte Kopfgeld auf Kapustin in Höhe von 425.000 Euro sei sichergestellt und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute, teilte der HUR weiter mit. Eine unabhängige Bestätigung zu dieser Behauptung gab es zunächst nicht.  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.