Datum02.01.2026 07:32
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Bundesnetzagentur hat im Jahr 2025 über 2000 Kilometer neue Hochleistungs-Stromleitungen genehmigt, was einen Anstieg von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die genehmigten Projekte, darunter A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink, sind entscheidend für den Transport von Windstrom aus dem Norden zu Verbrauchszentren im Süden und Westen. Behördenspräsident Klaus Müller bezeichnete 2025 als ein "Rekordjahr" für Stromnetz-Genehmigungen, die für die Energiewende unerlässlich sind. Bis Ende Juni 2025 waren über 3500 Kilometer der geplanten 16.800 Kilometer gut abschlossen.
InhaltDie Energiewende hat im vergangenen Jahr zumindest in Teilbereichen Fortschritte gemacht. 2025 genehmigte die Bundesnetzagentur so viele Kilometer Stromleitungen wie noch nie. Der für die Energiewende nötige Ausbau des Strom-Übertragungsnetzes kommt voran. Im vergangenen Jahr genehmigte die Bundesnetzagentur rund 2000 Kilometer neue Hochleistungs-Stromleitungen, die oft auch "Stromautobahnen" genannt werden. Dies sind etwa 45 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 1280 Kilometer), wie die Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mitteilte. Abgeschlossen wurden 2025 unter anderem die Genehmigungsverfahren für die vier Gleichstrom-Leitungsprojekte A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink, die durch mehrere Bundesländer verlaufen und zumeist als Erdkabel verlegt werden. Es sind Hochleistungs-Überlandleitungen, die vor allem Windstrom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Süden und Westen bringen sollen. Behördenpräsident Klaus Müller sprach von einem "Rekordjahr der Stromnetz-Genehmigungen". "Der Ausbau des Stromnetzes ist unerlässlich für den Erfolg der Energiewende." Der Abschluss der Verfahren für die vier Stromautobahnen sei ein Ergebnis der Beschleunigung der letzten Jahre. Der Bedarf für den Ausbau des Übertragungsnetzes ist derzeit gesetzlich auf rund 16.800 Kilometer festgelegt. Dabei ist die Bundesnetzagentur für die Genehmigung von 9600 Kilometern Neubau zuständig. Mit den Genehmigungen 2025 seien jetzt für rund 4700 Leitungskilometer die Verfahren vollständig abgeschlossen, sagte ein Sprecher. Die Genehmigung für die übrigen 7200 Kilometer Übertragungsnetz-Neubau liegt in den Händen der Bundesländer. Von den 16.800 Kilometern waren Ende Juni 2025 mehr als 3500 Kilometer fertiggestellt, das waren 500 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die drei Projekte A-Nord, SuedLink und SuedOstLink sollen 2027, Ultranet Ende 2026 in Betrieb genommen werden. Das Strom-Übertragungsnetz mit seinen Höchstspannungsleitungen hat bislang eine Länge von rund 39.000 Kilometern. Das Strom-Verteilnetz mit allen Spannungsebenen darunter hat eine Länge von insgesamt rund 1,8 Millionen Kilometern.