Datum02.01.2026 07:25
Quellewww.zeit.de
TLDRNiedersächsische Unternehmer erwarten weiterhin hohe Insolvenzzahlen, insbesondere in der Automobilindustrie, wo Unsicherheiten persistieren. Benedikt Hüppe von den Unternehmerverbänden Niedersachsen erklärte, dass ohne erkennbare Wende der Jobabbau fortgesetzt wird, mit einer Prognose von 70 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen. Zudem betont Hüppe die Notwendigkeit, neue Zukunftsfelder wie Quantencomputing zu erschließen und spricht sich für längeres Arbeiten aus, da die Rente mit 63 beendet werden sollte. Er schätzt, dass seine Generation bis 70 arbeiten wird.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konjunktur“. Lesen Sie jetzt „Unternehmer erwartet weiter viele Insolvenzen“. Die Zahl der Insolvenzen wird nach Ansicht der niedersächsischen Unternehmer erst einmal nicht zurückgehen. "Anzeichen für eine Wende sind nicht erkennbar", sagte der Chef der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), Benedikt Hüppe, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Es gebe weiterhin erheblich Untersicherheiten, vor allem in der Automobilindustrie. Er rechnet mit einem weiteren Jobabbau in der Branche. Nach einer Schätzung des Wirtschaftsinformationsdienstes Creditreform von Anfang Dezember entfallen in Niedersachsen voraussichtlich 70 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen (Vorjahr: 67). Wirtschaft und Politik müssten neue Zukunftsfelder identifizieren. "Wir haben in Niedersachsen beispielsweise eine tolle Forschungslandschaft für Quantencomputing", sagte Hüppe. Diese Potenziale müssten genutzt werden. Hüppe sagte auch, dass in Zukunft länger gearbeitet werden müsse. "Es wäre zwingend gewesen, die Rente mit 63 zu beenden", sagte er mit Blick auf die Debatte zur Rentenreform. Grundsätzlich sei klar: "Wenn wir länger leben, werden wir nicht umhinkommen, auch länger zu arbeiten." Der 37-Jährige rechnet damit, dass seine Generation bis 70 Jahre arbeiten wird. © dpa-infocom, dpa:260102-930-488898/1