Datum02.01.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Landesregierung plant einen neuen Standort für das Archäologische Landesmuseum im Rostocker Stadthafen, um Kosten zu sparen. Statt einer Wasserbauweise wird eine Errichtung an Land in Betracht gezogen. Die Baukosten sind von ursprünglich 45 Millionen Euro auf geschätzte 85 Millionen Euro gestiegen, was zu einer Verzögerung des Zeitplans führt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betont die Notwendigkeit, die Kosten im Auge zu behalten, während die Entwurfsplanung bis Sommer 2025 finalisiert werden soll.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Museen“. Lesen Sie jetzt „Neuer Standort für Archäologisches Landesmuseum?“. Die Landesregierung tritt beim geplanten Archäologischen Landesmuseum im Rostocker Stadthafen auf die Kostenbremse. Das Museum könnte danach statt vor der Kaikante im Wasser, wie vom Sieger des Architektenwettbewerbs vorgesehen, an Land am Wasser errichtet werden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat das Finanzministerium gebeten, entsprechende Möglichkeiten zu prüfen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Wir wollen das Archäologische Landesmuseum in Rostock. Aber wir müssen auch die Kosten im Griff behalten." Würde der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs vom Kopenhagener Büro Lundgaard & Tranberg eins zu eins umgesetzt, müsste die nötige Fläche im Stadthafen aufgeschüttet werden. Davon könnte nun Abstand genommen werden. Die prognostizierten Kosten für das Museum waren in der Vergangenheit immer weiter gestiegen. "Auf Grundlage der im Sommer 2025 fertiggestellten Entwurfsplanung wird aktuell von Baukosten in Höhe von rund 85 Millionen Euro ausgegangen", hieß es im Oktober aus dem Finanzministerium. Drei Jahre zuvor waren die Kosten für den monolithischen Bau mit 3.620 Quadratmetern Nutzfläche noch mit rund 45 Millionen Euro beziffert worden. Auch der ursprüngliche Zeitplan ist kaum mehr zu halten. Stadt und Land hatten für 2026 mit dem Beginn des Hochbaus und dem Abschluss der Arbeiten und der Eröffnung im Jahr 2030 oder 2031 gerechnet. Änderungen in der Planung kosten jedoch Zeit. © dpa-infocom, dpa:260102-930-488743/1