Datum02.01.2026 03:40
Quellewww.zeit.de
TLDRVenezuelas Präsident Nicolás Maduro zeigt sich offen für Gespräche mit den USA über Drogenhandel, Öl und Migration. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen, nachdem die US-Armee kürzlich eine Hafenanlage angegriffen hat, die angeblich Drogenbooten galt. Maduro reagierte ausweichend auf Fragen zum Angriff. Trump setzt Maduro militärisch unter Druck und beschuldigt ihn, Drogenbanden zu kontrollieren, während Maduro Trump einen Putschversuch vorwirft.
InhaltDer venezolanische Präsident ist zu einer Zusammenarbeit mit den USA bereit. Zum US-Angriff auf eine Hafenanlage äußerte er sich nicht eindeutig. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat sich inmitten der Spannungen mit den USA offen für eine Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten gezeigt. "Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen", sagte Maduro am Donnerstag (Ortszeit) im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Auf einen US-Angriff auf eine Hafenanlage angesprochen, der laut US-Präsident Donald Trump auf venezolanische Drogenboote abzielte, antwortete Maduro ausweichend. "Das könnte etwas sein, worüber wir in ein paar Tagen sprechen", sagte er auf die Frage, ob er den Angriff bestätige oder dementiere. Es war der erste bekannte US-Angriff auf venezolanischem Boden. Trump setzt Maduro derzeit militärisch unter Druck. Seit September greift die US-Armee immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden bereits mehr als 100 Menschen getötet. Die USA brachten zudem Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste in Stellung. Trump beschuldigt den venezolanischen Präsidenten, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Maduro wirft Trump vor, ihn stürzen zu wollen.