Datum01.01.2026 16:56
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Iran finden seit mehreren Tagen gewaltsame Proteste statt, die durch den plötzlichen Einbruch der Devisenkurse ausgelöst wurden. Berichten zufolge wurden dabei zwei Demonstrierende und ein Angehöriger der Sicherheitskräfte getötet. Sicherheitskräfte setzten Gewalt ein und gingen hart gegen die Proteste vor, insbesondere im Südwesten des Landes. Die Justiz drohte mit entschiedenen Maßnahmen gegen die Unruhestifter, während Demonstranten Behördengebäude angriffen. Die Proteste sind Teil der anhaltenden Wirtschaftskrise im Iran.
InhaltSeit mehreren Tagen finden im Iran gewaltsame Proteste statt. Laut Medienberichten wurden zwei Demonstrierende und eine Sicherheitskraft getötet. Bei Protesten im Iran sind Sicherheitskräfte mit Gewalt gegen Demonstrierende vorgegangen. Im Südwesten wurden Medienberichten zufolge zwei Menschen getötet. Bereits zuvor war in der westiranischen Provinz Lorestan ein Angehöriger der iranischen Sicherheitskräfte bei Protesten laut Staatsmedien getötet worden. Inmitten einer schweren Wirtschaftskrise des Landes zieht es bereits fünf Tage in Folge viele Menschen auf die Straßen. Aus ländlichen Regionen gibt es Berichte über ein hartes Vorgehen gegen die Proteste. Ausgelöst wurden die aktuellen Proteste durch einen plötzlichen Einbruch der Devisenkurse am vergangenen Sonntag. Im Süden wurde am Mittwoch auch ein Gouverneursbüro attackiert. Die Justizbehörden drohten mit einem "entschiedenen" Vorgehen gegen Unruhestifter. Die iranische Nachrichtenagentur Fars sprach von Gewalt von Demonstrierende in Lordegan rund 650 Kilometer südlich von Teheran. Sie hätten mit Steinen auf Verwaltungsgebäude geworfen. Die Demonstranten hätten unter anderem auf das Büro des Provinzgouverneurs, eine Moschee, das Rathaus und Banken gezielt, teilte Fars mit. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Fars hatte zuvor auch von Verletzten berichtet, ohne eine Zahl zu nennen. Fars ist offiziell unabhängig, gilt aber als unter dem Einfluss der Revolutionsgarden stehend. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.