Datum01.01.2026 15:27
Quellewww.spiegel.de
TLDR2025 verzeichnet der Jakobsweg mit über 530.000 Pilgern einen neuen Rekord. Der Zulauf, insbesondere im Winter, zeigt, dass viele der Massen in der Hochsaison entkommen wollen. 53,4 Prozent der Pilger sind Frauen, hauptsächlich aus Spanien, gefolgt von den USA, Italien und Deutschland. Der Ansturm wird auch 2027, während des nächsten heiligen Jakobusjahres, weiter anhalten. Die steigende Zahl sorgt jedoch auch für Beschwerden bei Einheimischen über die Überfüllung der Wanderwege.
InhaltDer Jakobsweg verzeichnet einen neuen touristischen Rekord: Mehr als 500.000 Menschen pilgerten 2025 nach Santiago de Compostela. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Der Zulauf auf dem Jakobsweg sorgt für einen weiteren Rekord: 2025 kamen zum ersten Mal mehr als eine halbe Million Pilgerinnen und Pilger in Santiago de Compostela an. Laut der Statistik des örtlichen Pilgerbüros erhielten 530.987 Ankömmlinge ihr Diplom, so viele wie nie zuvor in einer Statistik erfasst wurden. Noch am Silvestertag trafen 257 Pilger in Santiago ein. Menschen weichen zunehmend auf die Wintermonate aus, um den Massen in der sommerlichen Hochsaison zu entgehen. Frauen sind auf dem Jakobsweg in der Mehrheit, ihr Anteil lag 2025 bei 53,4 Prozent. Die meisten Pilgerinnen und Pilger stammen aus Spanien, insgesamt waren 228.527 Spanierinnen und Spanier unterwegs. Danach folgen US-Amerikaner (43.980), Italiener (26.680) und Deutsche (24.356). Der Pilger-Boom dürfte auch in den kommenden Jahren anhalten. Ein neuer Rekord wird spätestens im Jahr 2027 erwartet, dann beginnt das nächste heilige Jakobusjahr, das stets ansteht, wenn der Jakobustag am 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Das war zuletzt 2021 der Fall. Die Jakobswege zum in Santiago verehrten Grab des Apostels Jakobus waren bereits im Mittelalter stark frequentiert. Die Wiederentdeckung des Jakobswegs begann in den Achtzigerjahren, damals waren einige Tausend Pilger pro Jahr unterwegs. Inzwischen beklagen sich Einheimische über die Massen von Pilgern. Wo der Wanderpfad noch das bietet, was Pilger suchen, lesen Sie hier.