Jahreswechsel: Polizei und Feuerwehr zählen weniger Silvestereinsätze

Datum01.01.2026 14:10

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Schleswig-Holstein verzeichneten Polizei und Feuerwehr zu Silvester 2023 insgesamt weniger Einsätze als im Jahr zuvor. Die Polizei hatte 689 Einsätze, die Feuerwehr 413, wobei letztere meist schnell abzuarbeiten waren. Innenministerin Magdalena Finke bewertete die Bilanz als weitgehend positiv, trotz einzelner Vorfälle mit Verletzten. In Kiel wurde ein Polizist während eines Angriffs mit Pyrotechnik verletzt, und in Handewitt erlitt ein Autofahrer nach Streit Verletzungen, als er in eine Menschenmenge fuhr.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jahreswechsel“. Lesen Sie jetzt „Polizei und Feuerwehr zählen weniger Silvestereinsätze“. Die Polizei und die Feuerwehr mussten in der Silvesternacht in Schleswig-Holstein nach erster landesweiter Bilanz zu leicht weniger Einsätzen ausrücken als während der vorigen. Die Polizei leistete landesweit 689 Einsätze, wie das Innenministerium in Kiel mitteilte. Beim Jahreswechsel zu 2025 waren es laut Ministerium 712 gewesen. Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein registrierte 413 Einsätze, die demnach meist schnell abgearbeitet werden konnten. Häufig mussten Feuerwehrleute brennende Container und Mülleimer löschen. Die Einsatzzahl fiel nach Bewertung des Verbands durchschnittlich aus: Während des Jahreswechsels zu 2025 habe es 478 Einsätze gegeben; davor waren es 310. Innenministerin Magdalena Finke (CDU) nannte die Bilanz überwiegend positiv. Der Jahreswechsel sei weitgehend geordnet verlaufen. Allerdings habe es einzelne Vorfälle gegeben, die konsequent aufgearbeitet werden müssten.  Die Polizeidirektion in der Landeshauptstadt Kiel teilte mit, der Jahreswechsel sei wie erwartet "einsatz- und arbeitsreich" verlaufen. Die Einsatzzahl, die auch den Kreis Plön umfasst, habe mit 124 etwa auf Vorjahresniveau gelegen. In Kiel habe eine Gruppe aus rund 20 Menschen mit Schreckschusswaffen geschossen und einen Streifenwagen mit Pyrotechnik beschossen, teilte die Polizei mit. Die Beamten seien von der Gruppe zudem mit Flaschen beworfen worden. Ein Polizist erlitt eine Handverletzung. Er konnte aber weiterarbeiten. Im Kreis Pinneberg, in Barmstedt, soll ein 15-Jähriger zwei Polizisten mit einem nicht zugelassenen Böller beworfen haben. Der Feuerwerkskörper sei neben dem Kopf des einen Polizisten explodiert, wobei dieser verletzt worden sei. Wie viele Polizisten landesweit in der Silvesternacht verletzt worden sind, war zunächst nicht bekannt. In Handewitt nahe Flensburg fuhr ein Autofahrer nach einem Streit mit Umstehenden in eine Menschenmenge. Zwei Anwohner wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei beschlagnahmte das Auto des Fahrers, der eine Blutprobe abgeben musste. Zu einem größeren Einsatz der Feuerwehr kam es in Rendsburg, wo ein Feuer bei einem Getränkehändler ausbrach. Den Angaben nach explodierten dabei Flaschen, die mit Kohlensäure gefüllt waren. Weitere Details zu dem Einsatz gingen aus der Bilanz nicht hervor. In Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) wurden fünf Menschen nach einem Wohnhausbrand in Krankenhäuser gebracht. Mehrere Wohnungen des Hauses sind wegen Schäden unbewohnbar. Wohnhäuser brannten auch im Kreis Ostholstein - in Ratekau und Eutin. In Neumünster wurden zwei Menschen bei einem Küchenbrand verletzt. Ob Feuerwehrmänner während der Einsätze verletzt worden sind, geht aus der Verbandsbilanz nicht hervor. In Kiel wurden Feuerwehrleute von einer Gruppe mit Raketen beschossen. Sie blieben aber unverletzt. © dpa-infocom, dpa:260101-930-487212/1