Datum01.01.2026 09:44
Quellewww.zeit.de
TLDRBei den Wirtschaftsprotesten im Iran wurde eine paramilitärische Sicherheitskraft getötet, und mehrere wurden verletzt, berichten Staatsmedien. Die Gewalt hat zugenommen, während Sicherheitskräfte mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vorgehen. Die Proteste, die anfänglich gegen die Wirtschaftspolitik gerichtet waren, haben sich schnell zu politischen Aufständen gegen das islamische Regime entwickelt. Präsident Massud Peseschkian forderte die Demonstranten zur Beendigung der Proteste auf und versprach wirtschaftliche Reformen. Die weiteren Entwicklungen bleiben ungewiss.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaftsproteste“. Lesen Sie jetzt „Bericht: Sicherheitskraft bei Protesten im Iran getötet“. Bei den Protesten im Iran haben Staatsmedien den Tod einer paramilitärischen Sicherheitskraft gemeldet. Ein Mitglied der Basidsch-Einheiten sei bei Zusammenstößen mit Demonstranten in der westlichen Provinz Lorestan ums Leben gekommen, meldete der staatliche Rundfunk. Weitere Männer seien verwundet worden, hieß es ohne konkrete Zahlen oder Angaben. In einer Mitteilung war die Rede von einer "plötzlichen und gewaltsamen Tat opportunistischer, dem Feind angeschlossener Elemente". Bei den Demonstrationen kommt es zunehmend zu Gewalt. In der Hauptstadt Teheran gibt es laut Augenzeugenberichten in mehreren Vierteln massive Präsenz von Staatskräften. Mit Tränengas und Wasserwerfern gehen sie selbst gegen kleinste Versammlungen vor. Ähnliche Szenen sollen sich auch in anderen Städten abspielen. In der südlichen Provinz Fars sollen Sicherheitskräfte laut der Menschenrechtsorganisation Hengaw mit scharfer Munition auf Protestteilnehmer geschossen haben. Die zunächst gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung gerichteten Demonstrationen entwickelten sich wie bei den Protestwellen in den vergangenen Jahren rasch zu politischen Aufständen mit scharfen Parolen gegen das islamische Herrschaftssystem. Präsident Massud Peseschkian rief die Demonstranten dazu auf, ihre Proteste zu beenden. Er versprach erneut wirtschaftliche Reformen und kündigte deren baldige Umsetzung an. Wie sich die Proteste weiter entwickeln, ist noch völlig unklar. © dpa-infocom, dpa:260101-930-486204/1