Datum01.01.2026 09:03
Quellewww.zeit.de
TLDRZohran Mamdani wurde als neuer Bürgermeister von New York City vereidigt, kurz nach Mitternacht in einer stillgelegten U-Bahn-Station. Der 34-jährige linksliberale Demokrat und selbsternannte Sozialist gilt als Gegner von US-Präsident Trump. Sein Hauptziel ist es, das Leben in New York bezahlbarer zu machen, unter anderem durch einen Mietenstopp und kostenlose Busfahrten. Mamdani ist der erste muslimische und einer der jüngsten Bürgermeister der Stadt. Eine öffentliche Feier mit prominenten Rednern, darunter Bernie Sanders, ist geplant.
InhaltNew York hat einen neuen Bürgermeister: Mamdani wurde kurz nach Silvester in einer alten U-Bahn-Station vereidigt. Er gilt als politischer Gegner des US-Präsidenten. In New York ist der linksliberale Demokrat Zohran Mamdani als neuer Bürgermeister vereidigt worden. Der 34-Jährige legte den Amtseid kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in der stillgelegten U-Bahn-Station City Hall ab. Sein neues Amt sei eine Ehre und ein Privileg, wie es sie nur einmal im Leben gebe, sagte Mamdani. Den Amtseid nahm die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats New York, Letitia James, ab. Später soll auch noch eine öffentliche Vereidigung stattfinden. Das New Yorker Gesetz schreibt vor, dass die vierjährige Amtszeit eines Bürgermeisters nach dessen Wahl am 1. Januar beginnt. Mamdani war Anfang November zum neuen Bürgermeister gewählt worden. Die Wahl hatte international für Aufsehen gesorgt. Öffentlich trat der Demokrat als scharfer Kritiker von US-Präsident Trump auf, den er einen "Faschisten" nennt. Mamdani bezeichnet sich selbst als Sozialisten. Ein zentrales Versprechen seines Wahlkampfes war, das Leben in der größten US-amerikanischen Metropole wieder bezahlbar zu machen. Erreichen will er das unter anderem mit einem Mietenstopp für mehr als eine Million Wohnungen und kostenlosen Busfahrten. Die Wahl der U-Bahn-Station City Hall für die Vereidigung ist auch als politische Botschaft zu verstehen. Nach Angaben seines Büros soll sie Mamdanis Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung unterstreichen. Die Haltestelle ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Sein Vorgänger Eric Adams hatte für seinen ersten Amtseid etwa den Times Square gewählt. In New York ist es Tradition, dass die offizielle Vereidigung im kleinen Kreis kurz nach Mitternacht abgehalten wird. Auf diese Weise soll jede Unklarheit vermieden werden, wer die Stadt leitet. Der in Uganda geborene Mamdani ist der erste muslimische Bürgermeister von New York. Mit 34 Jahren zählt er außerdem zu den jüngsten Trägern dieses Amtes. Für Donnerstag ist eine öffentliche Feier mit Zehntausenden Gästen geplant. Den Amtseid sollte dabei der linke US-Senator Bernie Sanders abnehmen. Sprechen wird unter anderem die linke New Yorker Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Rund um das New Yorker Rathaus ist ein öffentliches Straßenfest vorgesehen.