Debatte über Brandmauer: Auschwitz Komitee empört über neue Diskussion um Brandmauer

Datum19.10.2025 10:54

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Debatte um eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD sorgt für Empörung beim Internationalen Auschwitz Komitee. Präsidentin Eva Umlauf betont, dass eine Verbindung zu rechtsextremen Parteien unverständlich ist, während Exekutiv Vizepräsident Christoph Heubner den Kampf gegen diese Parteien lobt. Die CDU-Führung steht vor internen Kontroversen, da einige frühere Unionspolitiker eine Anpassung der strikten Abgrenzung zur AfD fordern. CDU-Parteichef Friedrich Merz bekräftigte hingegen, dass unter seiner Führung keine Zusammenarbeit mit der AfD geplant sei.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte über Brandmauer“. Lesen Sie jetzt „Auschwitz Komitee empört über neue Diskussion um Brandmauer“. Die erneute Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD sorgt beim Internationalen Auschwitz Komitee für Empörung und Unverständnis. "Es liegt außerhalb meines Verständnisses und meiner Akzeptanz, dass in demokratischen Parteien eine Zusammenarbeit mit Parteien für möglich gehalten wird, die jener ekelhaften und tödlichen Ideologie nahe stehen, die meine Familie, Deutschland und Europa schon einmal in den Abgrund gerissen hat", erklärte die Präsidentin des Komitees, Eva Umlauf.  Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Komitees, bedankte sich im Namen von Holocaust-Überlebenden bei Menschen in Deutschland, "die rechtsextreme Parteien juristisch und politisch bekämpfen und die Brandmauer durch ihre politische Arbeit und ihr Wahlverhalten stabilisieren". Mit dem Begriff "Brandmauer" ist die strikte Abgrenzung zur AfD gemeint. Früherer einflussreiche Unionspolitiker hatten sich für eine neue Strategie im Umgang mit der AfD ausgesprochen. CDU-Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte die AfD zum "Hauptgegner" für die bevorstehenden Wahlkämpfe und stellte klar, dass es unter ihm keine Zusammenarbeit mit der Partei geben werde. Vor einer zweitägigen Klausurtagung der CDU-Führung wurden die Forderungen nach einer Aufweichung der harten Abgrenzung zur AfD aber lauter. Die CDU-Führung kommt heute und morgen zusammen. © dpa-infocom, dpa:251019-930-179936/1