Datum01.01.2026 05:30
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Interview äußert sich Niedersachsens früherer Ministerpräsident Stephan Weil zu seinen Erwartungen für das Jahr 2026. Er sieht die Landespolitik auf einem positiven Weg, unterstützt durch neue finanzielle Spielräume. Zudem betont er die Notwendigkeit eines vertrauensvollen Auftretens der Bundesregierung, um Verunsicherungen zu verringern. Weil spricht auch über die bevorstehenden Kommunalwahlen in Hannover und zeigt sich optimistisch über die SPD. Außerdem hofft er auf eine erfolgreiche Saison für seinen Fußballverein Hannover 96.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neujahr“. Lesen Sie jetzt „Drei Fragen an Stephan Weil zum Jahr 2026“. Von den Kommunalwahlen bis zum Fußball: Niedersachsens früherer Ministerpräsident Stephan Weil formuliert im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur seine Erwartungen an das Jahr 2026. Weil: "Ich habe den Eindruck, dass die Landespolitik auf einem guten Gleis unterwegs ist. Da helfen die neuen finanziellen Spielräume auch sehr, denn wir werden auch durch die Hilfe des Bundes eine Menge Pläne realisieren können, für die vorher schlichtweg keine Finanzierung möglich war. Wichtiger ist etwas anderes: Die Verantwortungsträger im Bund müssen dafür sorgen, dass die vielen vernünftigen Entscheidungen, die sie treffen, auch durchdringen können. Im Moment ist es so, dass viel Gutes überlagert wird durch öffentliche Streitigkeiten. Das ist schädlich, weil viele Menschen derzeit verunsichert sind. Die Bundesregierung muss durch ein sicheres, ruhiges Auftreten Vertrauen vermitteln." Weil: "Das wäre mir sehr lieb. Erstens, weil ich ein bekanntlich ein begeisterter Hannoveraner bin und ein großes Interesse an einer guten Entwicklung der Stadt habe. Zweitens, weil ich selber in diesem Rathaus viele Jahre gearbeitet habe als Kämmerer und als Oberbürgermeister. Und drittens, weil die SPD mit Axel von der Ohe den besten Kandidaten hat. Das sage ich mit allem Respekt vor Belit Onay. Ein Wahlsieg ist unter den aktuellen Bedingungen natürlich nicht selbstverständlich und ich rechne mit einer spannenden Wahlentscheidung. Das ist aber auch nicht schlecht für eine Demokratie, wenn unter demokratischen Parteien ein fairer, aber spannender Wettbewerb stattfindet." Weil: "Natürlich sehr wichtig. Ich bin mit meinem Verein insgesamt acht Mal abgestiegen, aber nur sieben Mal aufgestiegen. Eine ausgeglichene Bilanz in dieser Hinsicht wäre wirklich schön. Wenn es nicht klappen sollte, dann freue ich mich halt auf die nächste Saison. Ich gebe mir Mühe, regelmäßig ins Stadion zu gehen, und freue mich, dass 96 nach vielen Jahren jetzt wieder eine Mannschaft hat, die einen ansehnlichen Fußball spielt. Wenn sie manchmal ein bisschen mehr Glück hätten und manchmal ein bisschen gerissener wären, dann würde 96 jetzt auch schon wieder anders dastehen. Vor allen Dingen wünsche ich dem Team, dass die Mannschaft in Ruhe Fußball spielen kann und nicht von viel Hin und Her im Verein aus der Bahn geworfen wird." © dpa-infocom, dpa:260101-930-485600/1