Datum01.01.2026 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Deutschland wurden vermehrt Drohnensichtungen über Militäreinrichtungen, Häfen und kritischer Infrastruktur registriert, insbesondere in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein. Bis Mitte Dezember 2025 meldete Schleswig-Holstein 141 und Niedersachsen 409 Vorfälle, eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Das Bundeskriminalamt erfasste bis Anfang Dezember 2025 über 1.000 verdächtige Drohnenflüge. Die Landespolizei ist gut auf den Umgang mit Drohnen vorbereitet, während die Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen sowohl privat als auch gewerblich zunimmt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sicherheit im Norden“. Lesen Sie jetzt „Immer öfter Drohnen über Militäreinrichtungen und Häfen“. In ganz Deutschland wurden laut Bundeskriminalamt zuletzt immer wieder verdächtige Drohnensichtungen registriert. Verstärkte Drohnenaktivitäten gab es in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen dabei insbesondere über Industrieanlagen, Häfen und Energieinfrastruktur. In Schleswig-Holstein gab es 2025 bis Mitte Dezember "141 gemeldete mutmaßliche Drohnensichtungen", teilte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Landespolizei sei sehr gut auf den Umgang mit handelsüblichen Drohnen vorbereitet. Im vergangenen Jahr sind bis zum 22. Oktober 2025 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 179 "Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem Betrieb von ULS/Flugmodellen polizeilich registriert worden", teilte eine Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin der dpa mit. Die meisten der meldepflichtigen Vorkommnisse habe es dabei über militärischen Anlagen gegeben - aber auch über Industrieanlagen, Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) sowie über Einrichtungen der Justiz und Polizei gab es laut Ministerium Sichtungen. Bis Mitte Dezember gab es in Niedersachsen 409 mutmaßliche Drohnen-Vorfälle, die von der Polizei aufgenommen wurden, wie das Innenministerium mitteilte. Damit hat sich der Wert aus dem gesamten Vorjahr mehr als verdreifacht. Die Verwendung von unbemannten Luftfahrtsystemen (ULS) - umgangssprachlich als Drohnen bezeichnet - nimmt sowohl zur privaten als auch gewerblichen Nutzung stetig zu, teilte ein Sprecher der Hamburger Polizei der dpa mit. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2025 bis Anfang Dezember eine vierstellige Zahl an verdächtigen Drohnenflügen erfasst. "Wir führen seit Anfang des Jahres ein sogenanntes Lagebild mit allen Daten von Verdachtsfällen, beziehen auch die Bundeswehr mit ein: In diesem Jahr wurden schon über 1.000 verdächtige Drohnenflüge gemeldet", sagte BKA-Präsident Holger Münch zuletzt der "Bild"-Zeitung. © dpa-infocom, dpa:260101-930-485525/1