Datum31.12.2025 23:03
Quellewww.spiegel.de
TLDRFrankreichs Präsident Emmanuel Macron plant ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 15 Jahren, inspiriert vom australischen Vorbild. Zudem soll das bestehende Mobiltelefonverbot in Schulen auch auf ältere Schüler ausgeweitet werden. Macron sieht soziale Medien als Mitursache für Gewalt unter Jugendlichen. Das Gesetzgebungsverfahren soll Anfang Januar beginnen, mit einer möglichen Inkraftsetzung im September. Das Präsidialamt kommentierte die Berichte nicht, doch Macron betonte, den Schutz von Kindern und Teenagern vor sozialen Medien zu priorisieren.
InhaltVorbild Australien: Der französische Präsident plant laut Medienberichten ein Komplettverbot sozialer Medien für Teenager unter 15 Jahren. Auch der Umgang mit Mobiltelefonen an Schulen soll demnach restriktiver werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Medienberichten zufolge die Nutzung sozialer Medien durch Kinder unter 15 Jahren verbieten. Zudem solle das für diese Altersgruppe bestehende Verbot von Mobiltelefonen an Schulen auf ältere Schüler ausgeweitet werden, berichten die Zeitung "Le Monde" und der Sender France Info. Macron hat soziale Medien wiederholt als eine Ursache von Gewalt unter jungen Menschen bezeichnet. Den Berichten zufolge will Macron das Gesetzgebungsverfahren Anfang Januar einleiten. Geplant sei, dass die Verbote im September in Kraft treten. Das Präsidialamt und das Büro des Premierministers lehnten Stellungnahmen zu den Berichten ab. Macron selbst ging in seiner Neujahrsansprache nicht auf konkrete Pläne ein, kündigte jedoch an, "unsere Kinder und Teenager vor sozialen Medien und Bildschirmen zu schützen". Macron hatte in der Vergangenheit signalisiert, dass Frankreich dem Vorbild Australiens folgen solle. Australien hatte im Dezember als weltweit erstes Land verboten, dass unter 16-Jährige Plattformen wie Facebook, Snapchat, TikTok und YouTube nutzen. Mehr zum Vorgehen in Australien lesen Sie hier .