Datum31.12.2025 22:30
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump zeigt Unzufriedenheit mit Wladimir Putin, nachdem er einen kritischen Artikel der „New York Post“ teilte. Der Artikel argumentiert, dass Russland der Hauptgrund für den Mangel an Frieden ist und fordert verstärkte Maßnahmen gegen Russland, einschließlich härterer Sanktionen und mehr Unterstützung für die Ukraine. Trump, der zuvor Putins Vorwürfe über einen angeblichen Drohnenangriff der Ukraine kritisierte, signalisiert mit seinem Post einen Meinungswechsel und distanziert sich von Putin.
InhaltErst verurteilte Donald Trump den angeblichen Angriff der Ukraine auf Wladimir Putins Residenz. Nun geht der US-Präsident auf Distanz: "Es ist Russland, das dem Frieden im Weg steht." US-Präsident Donald Trump hat auf seinem Netzwerk Truth Social Unzufriedenheit mit Kremlchef Wladimir Putin signalisiert. Er teilte dort einen Leitartikel der "New York Post" , der fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen. In dem Artikel mit dem Titel "Putins Attackengetöse zeigt, dass Russland es ist, das Frieden im Weg steht" (Putin 'attack’ bluster shows Russia is the one standing in the way of peace") kritisiert die Zeitung den russischen Präsidenten scharf und zweifelt die Behauptung an, die Ukraine habe Putins Residenz mit Drohnen angegriffen. Die "New York Post" bezeichnete die russischen Angaben als "Erfindung, um Fortschritte bei den Friedensgesprächen zu torpedieren". Wie schon bei den Friedensgesprächen in Alaska sei Putin Frieden angeboten worden und stattdessen habe er ins "amerikanische Auge gespuckt", heißt es. Der Leitartikel der Zeitung forderte die US-Regierung auf, Russland mit "härteren Sanktionen und mehr Waffen für Kyjiw" zu begegnen. Es schloss mit der Forderung, Trump solle den Druck auf Putin "erhöhen" und "uns dessen Krokodilstränen ersparen". Trump teilte lediglich die Überschrift des Artikels und den Link, ohne selbst Stellung zu nehmen. Dennoch darf sein Post als deutliche Unmutsbekundung aufgefasst werden. Russland hatte der Ukraine vorgeworfen, Putins Residenz in der Region Nowgorod zwischen Moskau und Sankt Petersburg mit 91 Drohnen attackiert zu haben. Die Regierung in Kyjiw wies die Vorwürfe als "verdammten Schwachsinn der Russischen Föderation" zurück. Auch Experten sehen den angeblichen Vorfall kritisch . Wegen des vermeintlichen Drohnenangriffs hatte Kremlchef Putin Trump bei einem Telefonat informiert, dass Russland seine Position bei den Verhandlungen über ein Kriegsende in der Ukraine überarbeiten werde. Trump hatte sich zuvor optimistisch über seine Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geäußert. Nach einem Telefonat mit Putin am nächsten Tag kritisierte er den mutmaßlichen Angriff der Ukraine zunächst deutlich und sagte auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida, angesichts laufender Friedensverhandlungen sei dies "nicht der richtige Zeitpunkt" für einen solchen Angriff. Dass er seine Meinung nun offenbar geändert hat – und dies öffentlich kundtut – ist umso bemerkenswerter. Wladimir Putin beschuldigt die Ukraine, eine seiner Residenzen mit 91 Drohnen attackiert zu haben. Welche Ungereimtheiten die Behauptungen des russischen Machthabers haben, lesen Sie hier .