Datum30.12.2025 19:22
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach einem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen verfolgen Ermittler Hinweise auf kriminelle Aktivitäten in den Niederlanden. Zeugen berichteten von maskierten Personen, die mit einem gestohlenen Audi RS6 aus einem Parkhaus flüchteten. 95 Prozent der 3200 Schließfächer wurden aufgebrochen, jedes Fach ist mit 10.300 Euro versichert. Der Einbruch wurde nach einem Brandmeldealarm entdeckt, der zuvor bereits einmal keine Schäden aufzeigte. Die Polizei untersucht die Vorfälle und mögliche Zusammenhänge mit früheren Banküberfällen.
InhaltEin Audi RS6, mehrere maskierte Personen: Die Polizei geht nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer Sparkasse in Gelsenkirchen ersten Hinweisen nach. Laut SPIEGEL-Informationen im Fokus: Kriminelle im Ausland. Es gibt offenbar eine Spur nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen. Polizeiangaben zufolge berichteten Zeugen, mehrere Personen in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit großen Taschen im Treppenhaus eines angrenzenden Parkhauses gesehen zu haben, teilte die Polizei mit . Die Polizei wertete das Videomaterial aus dem Parkhaus aus, die Bilder zeigen demnach einen hochmotorisierten schwarzen Wagen, einen Audi RS6, der am frühen Montagmorgen das Parkhaus verlassen habe. Im Auto hätten maskierte Personen gesessen, von denen einer die Schranke zur Ausfahrt betätigt habe, teilte die Polizei weiter mit. Das Kennzeichen des Fahrzeuges sei zuvor in Hannover entwendet worden. Die Ermittler vermuten darin einen Hinweis darauf, dass der Coup womöglich gründlich vorbereitet worden ist. Nähere Details nannte die Polizei nicht, die Ermittlungen laufen. Nach SPIEGEL-Informationen vermuten die Ermittler, dass es sich um Täter aus den Niederlande handeln könnte. In der Vergangenheit seien vergleichbare Autos wie der Audi RS6 bei Sprengungen von Geldautomaten genutzt worden, die niederländischen Tätern zugeordnet werden. Einsatzkräfte hatten den Einbruch in der Sparkassenfiliale in der Nacht zum Montag infolge eines Alarms der Brandmeldeanlage entdeckt. Feuerwehrleute und Polizisten suchten in dem Gebäude nach einem möglichen Feuer und stießen dabei auf die Spuren des Einbruchs. Wie die Polizei jetzt mitteilte, gab es bereits am Samstag einen Brandmeldealarm in dem Bankgebäude. Es seien Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr gegen 6.15 Uhr vor Ort gewesen, hätten aber nichts feststellen können, was auf einen Schaden schließen lasse. Die genauen Abläufe dieses Einsatzes würden bei den Ermittlungen geprüft. Laut der Sparkasse sollen 95 Prozent der rund 3200 Schließfächer in dem Tresorraum aufgebrochen worden sein. Grundsätzlich ist demnach jedes Fach mit 10.300 Euro versichert. Seit Montag versammelten sich besorgte Kundinnen und Kunden vor der Filiale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer, teilweise kam es zu Tumulten. Mehr dazu lesen Sie hier .