Datum30.12.2025 08:14
Quellewww.spiegel.de
TLDRBankenpräsident Christian Sewing fordert inmitten eines Stimmungstiefs der deutschen Wirtschaft schnellere Reformen von der Bundesregierung. Er betont, dass die Deutschen sich auf mehr Arbeit und unangenehme Einschnitte einstellen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Sewing kritisiert die bisherigen Maßnahmen der Regierung als unzureichend und prognostiziert für 2026 ein Wachstum von bis zu 1,5 Prozent sowie einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 100.000 Personen auf unter drei Millionen.
InhaltDie deutsche Wirtschaft steckt im Stimmungstief, nur wenige Branchen blicken mit Zuversicht nach vorn. Bankenpräsident Christian Sewing fordert deshalb Reformen, die schmerzhaft werden dürften. Bankenpräsident Christian Sewing fordert von der Bundesregierung mehr Tempo bei den Wirtschaftsreformen und stellt die Deutschen auf Einschnitte ein. "Damit wir auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben, müssen wir auch an der einen oder andere Stelle Abstriche hinnehmen – und wir werden unterm Strich wieder mehr arbeiten müssen", sagte der Chef der Deutschen Bank den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. Eine Transformation gelinge nicht ohne unangenehme Entscheidungen, sagte Sewing, der auch Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ist. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung reichten nicht aus, um das Wachstum langfristig deutlich zu erhöhen, sagte Sewing weiter. Für das kommende Jahr 2026 erwarte der Bankenverband ein Wachstum von bis zu eineinhalb Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte dann um 100.000 auf unter drei Millionen sinken.